Die Absage des beliebten Augsburger Straßenfestes - beim letzten Mal wurden über 160.000 Besucher gezählt - hat potenzielle Besucher aber auch die Gastwirte in der Maxstraße kalt erwischt.
Wie berichtet hatte die Citiy Intiative Augsburg sechs Wochen vor dem Start von Max11 neue Sicherheitsauflagen für das Fest bekommen – angefangen von der Notbeleuchtung bis zum privaten Sicherheitsdienst. Es waren zu viele Auflagen für Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der CIA. Die Initative zog daraufhin die Reißleine. Stinglwagner: „Mit diesen neuen Auflagen ist für uns das Maxfest nicht mehr darstellbar, weder organisatorisch noch finanziell.“
Viele - vor allem junge - Augsburger sind seitdem stinksauer - auf die CIA, auf das Ordnungsamt, aber auch auf die Stadtpolitik an sich. Viele glauben, die Sicherheitsauflagen seien nur ein Vorwand, ein bei der Stadt eher ungeliebtes Festival loszuwerden.
Vor allem im Internet äußert sich der Protest. In Blogs und Foren, bei Twitter, vor allem aber im Netzwerk Facebook äußern sich enttäuschte Fans des Straßenfestes.
Bei Facebook zeigt sich auch, wie groß der Unmut über das Aus tatsächlich ist. Allein die nach dem Aus spontan gegründete Facebook-Gruppe "Maxfest reloaded" verzeichnete binnen eineinhalb Tagen über 5800 Mitglieder. Die Teilnehmer verabreden sich dabei zu einer eigenen "Max-Party": "Wir gehen einfach trotzdem hin", überschreibt der Initiator seine Trotz-Einladung. Wie viele Menschen ab 14. Juli wirklich zum selbst initiierten Maxfest auftauchen und wie sie die Feier dann nachholen werden, bleibt abzuwarten. Die Polizei will diese spontane Trotz-Aktion im Internet wie berichtet momentan noch nicht überbewerten. Beobachten werde man die ganze Sache bis zum Datum des ursprünglich geplanten Festes trotzdem.
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