Beim Herbstplärrer, der am kommenden Freitag startet, könnte es Probleme mit dem Verkehr geben: In der Langenmantelstraße hat die Stadt in unmittelbarer Nähe zum Plärrer-Eingang eine Baustelle eingerichtet, um die marode Brücke über den Senkelbach zu sanieren. Die Fahrbahn dort ist verengt. Und mit der Straßenbahn ist das Volksfest nur am ersten Wochenende zu erreichen: Ab Montag, 29. August, fahren Ersatzbusse auf der Linie 4 zwischen Kö und Wertachbrücke, weil die Gleise in der Fuggerstraße erneuert werden.
„Wir sind sehr enttäuscht“, sagt Josef Eberhardt, Vorsitzender des Schwäbischen Schaustellerverbandes. Es sei bedauerlich, dass die Maßnahme im Vorfeld nicht habe abgestimmt werden können. Ordnungsreferent Volker Ullrich wurde bei seinem Amtsantritt am 1. Juli mit der Baustellenplanung überrascht, wie er selbst sagt. Zu diesem Zeitpunkt habe sich das aber nicht mehr ändern lassen.
Dass die Baustelle ausgerechnet zur Plärrerzeit stattfinden muss, liegt am Zeitplan für den Kö-Umbau. Packe man die Tram-Baustelle in der Fuggerstraße später an, werde man vor dem Weihnachtsgeschäft nicht mehr fertig, so Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg. Was die mehrmonatige Brückensanierung betrifft, hängt sich die Stadt in den „Windschatten“ der ohnehin nötigen Tramunterbrechung, um weitere Behinderungen zu vermeiden. Die Ersatzbusse werden alle zehn Minuten verkehren. „Zu den Feuerwerken und wenn wir merken, dass mehr Bedarf da ist, fahren wir häufiger“, so Fergg. Zudem können Fahrgäste vom Tram-Halt Wertachbrücke zum Plärrer laufen.
Auch Eberhardt hofft, dass die Ersatzbusse ausreichen. Ansonsten hoffen die Plärrer-Verantwortlichen auf gutes Wetter. Der Bierpreis bleibt mit 6,90 Euro in den beiden großen Zelten im Vergleich zum Osterplärrer stabil. Mit dem Riesenrad „Expo Star“ (60 Meter Höhe) steht bereits eine der Hauptattraktionen. Eine weitere Neuheit ist das Laufgeschäft „Psychodelic“, das die Gäste in die 70er-Jahre zurückversetzt. Sie erhalten dafür eine Spezialbrille.