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Ausstellung: Bis hinter den Horizont

Ausstellung

Bis hinter den Horizont

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    Die quadratischen Gemälde von Susanne Maurer werden fast immer durch eine horizontal verlaufende Linie in zwei unterschiedlich große Flächen geteilt. Zumeist findet sich oberhalb ein schmaler Balken und unterhalb der größere Block. Was ist auf den Bildern zu sehen? Es sind offene Landschaften, die den Blick in Weite und Ferne und in die Unbestimmtheit ziehen. Bilder von Himmel, Wolken, Meer, Wiesen, Wüsten, Sümpfen, Mooren tauchen auf – im Kopf des Betrachters.

    Die Linie ist immer der Horizont. Darüber ist Himmel, darunter Land oder Meer. Eine elementare Malerei, die Luft, Erde und Wasser gleichsam übereinander türmt. Man kann auch von Farblandschaften, von quer übereinanderliegenden Schichtungen und Farbfeldern sprechen. Denn Susanne Maurer ist keine Landschaftsmalerin im klassischen Sinne. Das möchte sie auch nicht sein. Sie malt im Atelier, nicht nach der Natur. Die Landschaft ist ihr nur der Raum, den sie malerisch zur Verfügung hat. Die Horizontlinie, die sie setzt, strukturiert das Bild, ist nur das Gerüst für ihre Farb-Arbeit. Das Bild ist autonome Malerei – das Auge kann es als Landschaft deuten. Maurer spricht von „Stimmungslandschaften“.

    Keine Verweise auf Mensch und Zivilisation

    Ihre quadratischen Bilder sind atmende Räume, gemalte Stille, Gefüge von Leichtigkeit und Masse, durchlässig für Licht und Farbe. Nirgends finden sich Verweise auf Konkretes, auf Zivilisation, auf Anwesenheit von Menschen. Keine Figur, kein Haus, kein Baum. Susanne Maurer ist eine virtuose Malerin, die mit Öl und Acryl auf Leinwand eine Transparenz und „Wässrigkeit“, ein Fließen der Farben erreicht – als hätten wir es mit Aquarellen zu tun. Manche ihrer Arbeiten erinnern an die Farbfeldmalerei eines Mark Rothko, andere wiederum an die Palette von Per Kirkeby, dessen Naturbilder auch malerische Abstraktionen sind.

    Die Ecke Galerie zeigt über 30 Gemälde und dazu Dutzende Aquarelle der 1972 in Wolfenbüttel geborene Künstlerin. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei den Professoren Hartmut Neumann und Arved D. Gorella und lebt mit ihrem Mann, dem Maler Marc Taschowsky, in Berlin.

    Konsequent bewegt sich Susanne Maurer in ihrem Quadrat, das sie im Format 40 x 40 cm ebenso beherrscht wie auf großen Leinwänden von 195 x 180 cm. Mal sind ihre Farben „schmutzig“ und gebrochen, dann wieder begegnet einem eine Landschaft in neongrellem orange oder sattem grün. Den stärksten Eindruck hinterlassen jene „stillen“ Bilder, auf denen sich die Malerin beschränkt und letztlich nur zwei fast monochrome Farbflächen, getrennt durch die imaginäre Horizontlinie, zueinander in Beziehung setzt.

    Dauer bis 22. Oktober. Geöffnet Montag bis Donnerstag 14- 19 Uhr, Freitag 14 - 17 Uhr und Samstag 11- 13 Uhr.

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