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Ausstellung: Das Abenteuer reiner Malerei

Ausstellung

Das Abenteuer reiner Malerei

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    Der Kunstverein Bobingen widmet dem Königsbrunner Künstler Friedrich Kuhn eine Retrospektive. In der umfangreichen Ausstellung ist auch das Aquarell „Arizona“ zu sehen.
    Der Kunstverein Bobingen widmet dem Königsbrunner Künstler Friedrich Kuhn eine Retrospektive. In der umfangreichen Ausstellung ist auch das Aquarell „Arizona“ zu sehen. Foto: Anderson

    Landschaften dominieren die Ausstellung in der Galerie des Kunstvereins Bobingen. Landschaften in mannigfaltigen Braun-, Ocker- und Rottönen des Königsbrunner Malers und Grafikers Friedrich Kuhn, dem der Kunstverein Bobingen aus Anlass seines 75. Geburtstages eine Retrospektive ausrichtet.

    Die umfangreiche Ausstellung im Unteren Schlösschen bietet nicht nur einen Überblick über die stilistische Entwicklung des 1937 geborenen Malers. Sie gibt darüber hinaus auch Einblick in seine Arbeitsweise. Sie zeigt, wie Kuhn in den 1970er Jahren mit Collagetechniken experimentierte, indem er Fotografie und Malerei kombinierte und wie er industriell gefertigte Kartonelemente zu Op-Art-Bildern zusammenfügte.

    Rasch wird deutlich, dass Kuhns bevorzugtes Sujet die Landschaft ist. In einer Auswahl seiner Skizzenbücher sind Federzeichnungen und Aquarellskizzen zu sehen, die auf Kuhns vielen Reisen in entfernte Länder oder die unmittelbare Umgebung entstanden sind. Diese Vorstufen zu möglichen Landschaftsbildern sind durchaus noch nahe am Motiv.

    Die daraus hervorgegangenen Bilder in Aquarell oder Acryl sind viel radikaler: menschenleer und in ihrer unbestimmten Schroffheit urzeitlich anmutend. Zu expressiv, um sich je Idyllen zu nähern.

    Inspiriert von zufällig entstandenen Formen

    „Es geht mir nicht darum, eine Landschaft topografisch wiedererkennbar abzubilden. Die Landschaft ist für mich eher der Einstieg in das eigentliche Abenteuer der reinen Malerei“,sagte Friedrich Kuhn, der viele Jahre an der Fachoberschule als Kunsterzieher tätig war.

    Während des Malprozesses inspirieren ihn zufällig entstandene Formen zu Überarbeitungen, bis die erdigen Farben die ursprünglichen geologischen Formationen überziehen.

    Ob „Almwiese“ oder „Arizona“ – Kuhns Landschaften sind energetisch aufgeladene Malerei. Dynamische Strukturen in der ganzen Palette der Braun-, Ocker- und Rottöne, die sich in den (selten blauen) Himmeln seiner Gemälde dramatisch fortsetzen.

    Laufzeit Die Ausstellung ist noch bis 30. Mai im Kunstverein Bobingen, Römerstraße 73 zu sehen; an den Sonntagen ist der Künstler anwesend. Öffnungszeiten: Mi., Do., Fr. 16–18 Uhr; Sonntag 14–18 Uhr

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