Das Sheridan-Gelände in Pfersee nimmt immer mehr Gestalt an. Neben Wohn- und Gewerbebauten entstand dort das Westpark-Bildungshaus, das Ende 2011 in Betrieb ging. In diesem Jahr rücken auch die ehemaligen Kasernenflächen im Nachbarstadtteil Kriegshaber in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Die Abbruchbagger sind auf dem Reese-Gelände seit Längerem Dauergäste. Bis auf das Kulturhaus abraxas und – voraussichtlich bis 2017 – den Kulturpark West sollen alle Bestandsgebäude auf dem 44 Hektar großen Areal zwischen Bgm.-Ackermann- und Ulmer Straße verschwinden. Parallel dazu dürften heuer die ersten Wohnbauten entstehen. Davon geht Edgar Mathe von der Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS) aus, die das Areal im Auftrag der Stadt vermarktet. Noch keinen konkreten Zeitplan kann er für das Einkaufszentrum im Norden nennen. Dort soll – ebenso wie in Pfersee – ein Nahversorger mit maximal 3000 Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche entstehen.
Ansonsten spielt Gewerbe in der Reese-Kaserne keine dominierende Rolle. Im Mittelpunkt steht ein 16 Hektar großer Park, der sich von Nord nach Süd durch das Gelände schlängelt. Des Weiteren rechnet Mathe mit rund 450 Wohneinheiten (Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser sowie Geschossbauten). Ein Baufeld nördlich des abraxas soll für Passivhäuser reserviert werden. Bis das Areal komplett erschlossen und bebaut ist, dürften nach den Prognosen der AGS rund zehn Jahre verstreichen. Bereits in naher Zukunft werden die Straßen auf dem Reese-Gelände benannt. Im Gespräch als Namensgeber sind laut Geodatenamt unter anderem Künstler aus Kriegshaber und bedeutende Augsburger Frauen.
Nach dem Auszug der Asylbewerber kann die Stadt jetzt auch die Gebäude der ehemaligen Flakkaserne an der Neusässer Straße umwandel und damit den letzten Mosaikstein des Kobelcenter-Süd legen. Die alten Gebäude sollen Gewerbebauten Platz machen. Dahinter ist Wohnbebauung mit rund 150 bis 200 Einheiten vorgesehen. Laut Peter Sterz, Stadtplanungsamt, wird derzeit der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans vorbereitet. In ihn fließen die Vorstellungen von Ursula Hochrein und Axel Lohrer (München) ein, die als Sieger aus einem Wettbewerb hervorgingen. Als Baubeginn ist 2013 vorgesehen.