Darf das Theater Augsburg künftig auf mehr Unterstützung vom Freistaat hoffen? Es geht ums Geld. Sowohl beim staatlichen Zuschuss für den Theater-Container als auch bei der Beteiligung an den jährlich anfallenden Kosten verbreitete die Stadtregierung gestern Optimismus.
Finanzreferent Hermann Weber (CSU) informierte, dass bei der Finanzierung der Interimsspielstätte Verhandlungen laufen. Für den Container, der bis Mitte 2012 stehen soll und dessen Kosten mit 5,3 Millionen Euro angegeben werden, stand bislang eine staatliche Beteiligung von einer Million Euro zur Debatte. „Es besteht die Hoffnung, dass es deutlich mehr wird“, sagte Weber.
Trotz des Sparkurses, den Weber im Jahr 2012 noch weitaus stringenter fortsetzen wolle, müsse man sich um den Bau des Containers keine Sorge machen: „Diese Mittel sind bereitgestellt.“ Das Theater wird diese Mitteilung aufatmen lassen: Für die Theatertage im Mai 2012 ist der Übergangsbau fest als Spielstätte eingeplant.
Auch beim jährlichen Zuschuss fürs Theater könnte sich etwas tun. Kunstminister Wolfgang Heubisch kündigte der Stadt in einem Schreiben vom Mittwoch an, dass er eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses – zuletzt lag er bei 5,8 Millionen Euro – noch für das Jahr 2011 prüfen wird. Kulturreferent Grab ist froh über diese Zusage: „Ich freue mich über dieses positive Signal auch für die Mitarbeiter des Theaters, denn diese benötigen eine Perspektive. Ohne die zugesagte Unterstützung des Staatsministers ist eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses des Freistaats nicht denkbar.“ (möh/nip)