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Konzert im Augsburger Spectrum: Die Auferstehung von Genesis

Konzert im Augsburger Spectrum

Die Auferstehung von Genesis

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    Grundsolide Rockmusik bot der Ex-Genesis-Frontman Ray Wilson im Spectrum Club.
    Grundsolide Rockmusik bot der Ex-Genesis-Frontman Ray Wilson im Spectrum Club. Foto: Foto: Eric Zwang-Eriksson

    Weltweite Bekanntheit hatte Ray Wilson in seiner kurzen Phase als Sänger von Genesis erlangt, frönt seit 1992 mit der eigenen Band „Stiltskin“ dem Grunge und startete 2001 seine Solokarriere. Das gut besuchte Konzert im Spectrum Club verschmolz alle drei Seelen des schottischen Sängers zu einem facettenreichen Programm, das die Besucher zweieinhalb Stunden lang in Atem hielt.

    Grundsolide Rockmusik ließ der 43-Jährige mit seiner großen und großartig tönenden Band aus den Boxen schallen. Allein drei elektrische Gitarren, dazu zwei Violinen, ein Keyboard, Bass und Schlagzeug zog der Ex-Genesis-Frontmann heran, um sein Sound-Ideal zu verwirklichen. Sein Konzept funktionierte, es füllte den Club mit glasklaren Klängen von monumentaler Düsternis.

    Die alten Stücke wirken offener, feinfühliger und bombastischer

    „Calling All Stations“ (1997) war das letzte Album der britischen Prog-Rock-Band Genesis, gleichsam die erste und letzte gemeinsame Arbeit mit Wilson, der Phil Collins als Frontmann abgelöst hatte. Dass sich Songs aus diesem wenig erfolgreichen wie auch aus anderen Genesis-Alben im Repertoire des smarten Sängers und Gitarristen einfanden, lag auf der Hand. Was er aber aus den Stücken zauberte, kam einer Wiederauferstehung gleich.

    Als habe Roger Waters (Ex-Pink-Floyd) Hand angelegt, wirkten die Werke offener, feinfühliger und vor allen Dingen bombastischer. Dem gleichsam treibenden wie schleppenden Groove des Grunge verpflichtet waren die fundiert komponierten Stücke, die Wilson für und mit seiner Band Stiltskin geschrieben hatte. Da walzte seine Band wie eine gut geölte Dampfhammermaschinerie, da dröhnte seine angenehm-raue Stimme so düster wie die Musik, von der sie begleitet wurde.

    Die Stücke seiner Solokarriere gaben sich romantischer, ließen jedoch Einflüsse von Genesis und Grunge gleichermaßen erkennen. So ergab sich ein abwechslungsreiches Bild, das doch die gleiche Sprache benutzte. Die Sprache der anspruchsvollen Musik, die den Besucher qualitativ wie quantitativ vollauf befriedigte.

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