Über die geplante Osttangente wird viel diskutiert. Nicht nur in Augsburg. Widerstand formiert sich in Nachbargemeinden. Die Strecke ist derzeit im Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan 2030 in Berlin als vordringlich eingestuft worden. Der genaue Streckenverlauf der Verbindung zwischen der A8 und der B17 steht noch nicht endgültig fest. Die Augsburger SPD-Stadtratsfraktion hat sich jetzt positioniert. Sie spricht sich ausdrücklich für die Osttangente aus. Es gehe dabei auch um eine Entlastung der Augsburger Bürger. Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich sagt: „Die Verkehrsbelastung in der Stadt hat deutlich zugenommen. Gerade die Stadtteile Lechhausen, Oberhausen, Hochzoll, Haunstetten, Göggingen und Inningen sind immer mehr durch Schleichverkehr belastet. Kein Wunder, denn durch diese Ortsteile führen die Einfallstraßen der A8 und der B17.“
Zahlen als Argument für die Straße
Verwiesen wird auf Zahlenmaterial: Demnach fahren täglich auf der neuen B17 rund 85000 Fahrzeuge. Im Jahr 2006 waren es noch 62000. Florian Freund, stellvertretender Fraktionschef fragt deshalb: „Wie viele Fahrzeuge werden es im Jahr 2020 sein?“ Eine Antwort gibt er nicht. Eine weitere Zunahme sei zu erwarten. Dies führe zu einer enormen Belastung der Augsburger Bevölkerung. Stefan Quarg, baupolitischer Sprecher der SPD, ergänzt: „Wie wichtig die B17 für die Stadt Augsburg ist, belegen die täglichen Zahlen. Selbst damalige kritische Stimmen zum Bau der B17 vor über 20 Jahren sind verstummt. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Schwerlastverkehr und der motorisierte Individualverkehr auf deutschen Straßen noch immer weiter ansteigen werden.“
Was ist mit dem Trinkwassee
Die SPD will die von Gegnern der Osttangente geäußerten Bedenken wegen des Trinkwassers nicht von der Hand weisen. Dazu sagt Willi Leichtle: „Wir fordern eine verträgliche Streckenplanung, verbunden mit bestmöglichen Schutzmaßnahmen für unser Trinkwasser. Diese oberste Priorität wird erwartungsgemäß zu Mehrkosten führen, die aber bezahlt werden müssen.“ (möh)