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Serie "Gut Essen" - Teil 19: Die "Seelounge" - ein Gasthaus in Uferlage

Serie "Gut Essen" - Teil 19

Die "Seelounge" - ein Gasthaus in Uferlage

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    Marco Forster und Sarah Rentsch von der Seelounge am Kuhsee.
    Marco Forster und Sarah Rentsch von der Seelounge am Kuhsee. Foto: Marcus Merk

    Beginnen wir mit einer Definition des Begriffs „Ausflugslokal“. Ein Lokal also, zu dem Wanderer kommen und Touristen. Eines, dass man mit Begriffen wie Sommerfrische und Freizeit verbindet, mit „draußen vor der Stadt“. So – jetzt sind wir schon recht nah dran am Kuhsee, Augsburgs Nummer-eins-Ausflugsziel.

    Das Restaurant allerdings, das sich dort ans Ufer schmiegt, ist mit dieser Beschreibung nur halb getroffen, was daran liegt, dass die Gäste eben nicht nur kommen, weil sie vom Tisch aus so gut Schwäne und Spaziergänger beobachten können. Wer in die Seelounge geht, will dort vor allem eines: gut essen.

    Sanierung, neue Gerichte - und Erfolg

    Die Seelounge am Kuhsee

    Küche: regional, international.

    Ambiente: modern.

    Preise: Fleischgerichte ab 11,80 Euro (Schweinebraten in Dunkelbiersoße mit Knödel und Krautsalat), Fisch ab 15,80 Euro (Forelle Müllerin).

    Besonderheiten: Brunch jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 14 Uhr; saisonale Gerichte

    Anschrift: Oberländer Straße 106 a, 86163 Augsburg

    Telefon: 0821/61013 Internet www.seelounge-kuhsee.de.

    Geöffnet: täglich 10 bis 24 Uhr, warme Küche von 11 bis 22 Uhr. Oktober bis März ist montags zu.

    Parkplätze am Kuhsee-Parkplatz, wenige Gehminuten entfernt.

    Reservierungen im Sommer ratsam, will man draußen sitzen.

    „Als wir das Lokal 2008 übernahmen, war uns bewusst, dass es in erster Linie ein Ausflugslokal ist“, sagt Pächter Emal Zazai. Drei, vier Jahre arbeiteten er und sein Team deshalb daran, sich einen guten Ruf aufzubauen. Sie haben saniert, neue Gerichte auf die Karte genommen und hatten Erfolg: „Wir haben jetzt viele Hochzeiten hier, Firmen-Events und zu unserem Sonntagsbrunch kommen Leute bis aus Nürnberg und München.“

    Trotzdem dreht sich hier eben doch vieles um Ausflügler. In der Seelounge zu arbeiten, heißt den Wetterbericht zu verfolgen. Verspricht dieser Sonne und Wärme, engagiert Zazai mehr Mitarbeiter als an kühlen Tagen. Dasselbe gilt für einen sonnigen Wintertag: „Wenn der See zugefroren ist und Schlittschuhläufer und Eisstockschützen da sind, ist ein Tag am See für viele noch attraktiver als im Sommer.“

    Weiter Blick über den See

    Man kann gut und gern einige Stündchen verweilen in der Seelounge. Der Gast sitzt wie in einem Wintergarten und darf ganz ungeniert seine Neugier befriedigen: Der Blick über den See ist so weitschweifig, dass man Spaziergänger und Badende gut im Blick hat. Noch besser ist die Aussicht nur von der Terrasse.

    Die klassischen Kuhsee-Badegäste in Bikini und Badehose suche man in Sommer bei ihm vergeblich, sagt Zazai. Leute, die nur schnell Pommes oder ein Eis essen wollten, gingen an den Kiosk nebenan. „Dort findet sich eine andere Klientel als bei uns, was gut ist. So nimmt keiner dem anderen etwas weg.“

    Das Seelounge-Team legt Wert auf frische und regionale Produkte, die auf dem Teller auch gut aussehen. Den klassischen Schweinebraten und das Wiener Schnitzel gibt’s ebenso, wie Fisch auf Champagnerschaum – und ein großes Angebot an Kuchen. So groß, wie nur in wenigen Restaurants. Das wird eben doch erwartet von einer Gastronomie in dieser Lage, nicht nur von den Ausflüglern. „Ein bisschen Sterne-Niveau in einem Ausflugslokal mitten im Wald“ nennt Emal Zazai diese Mischung. Und kommt damit irgendwie doch wieder auf die Ursprünge der Seelounge als Ausflugslokal zurück ... Nicole Prestle

    Gut Essen In unserer Serie, die jeden Donnerstag erscheint, stellen wir die Lieblingslokale unserer Leser vor.

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