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Mode: Die Tracht ist im Trend

Mode

Die Tracht ist im Trend

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    Hut ab: Kopfschmuck ist dieses Jahr ein absolutes Muss, auch für Nicole Luidl.
    Hut ab: Kopfschmuck ist dieses Jahr ein absolutes Muss, auch für Nicole Luidl.

    Vor 50 Jahren noch als Alltagskleidung getragen, erfreut sich die bayrische Trachtenmode im 21. Jahrhundert wieder enormer Beliebtheit. Ohne Dirndl und Lederhose lässt sich heuer kaum jemand auf Plärrer oder Oktoberfest sehen. Wie kann der Einzelne da noch aus der Trachten-Masse herausstechen? Ei-ne Lösung sind ausgefallene Accessoires. Allerdings gilt hier das ebenfalls traditionelle Mode-Motto „weniger ist mehr“. Christine Scherer, Inhaberin der Scherer-Trachtenmoden, warnt: „Wie ein Christbaum auszusehen, ist auch nicht schön.“ Es gilt also, die richtige Wahl zu treffen zwischen Spatzl-Tasche, Dirndl-Hut und Brezelkette.

    Dass frau heutzutage auch auf dem Volksfest die Hosen anhat, war in den letzten Jahren schon zu sehen. Dieses Jahr können sich die Mädels die Lederhosen aber sogar um den Hals hängen oder ihren Lippenstift darin verstauen. Die Lederhosen-Kette gibt es für 19 Euro im Trachtenhaus Huber, die Lederhosen-Tasche für 59 Euro bei Scherer.

    Das Lebkuchenherz um den Hals liegt im Trend

    Ebenfalls im Trend: Essbares auf der Brust tragen. Brezelketten in allen Formen und Farben konkurrieren mit echten und falschen Lebkuchenherzen. Alternativ zu diesem Halsschmuck lässt sich das Dekolletee auch mit einem Charini verzieren. Die kleinen Schmuckketten werden an der Schnürung der Bluse befestigt.

    Der große Bruder der Charinis, der Charivari, sollte in früheren Zeiten die Jagderfolge des Mannes präsentieren. In gewisser Weise ist das immer noch so. Die Preise schwanken zwischen 50 und 200 Euro und nach wie vor gilt: Wer mehr Einsatz zeigt, bekommt die wertvolleren Trophäen. Natürlich gibt es auch jene Männer, die ihre Trophäen nicht mit dem Portemonnaie erlegen wollen. Sie können sich ein Trachten-Messer zulegen, sollten es aber nach der ersten Mass besser nicht mehr gebrauchen.

    Nützlicher ist das „Biesel-Band“, das bei Trachtenmoden Scherer erhältlich ist. Für alle, denen sich der Name nicht gleich erschließt: Es handelt sich um ein Armband mit Reißverschluss, in dem das Toilettengeld verstaut werden kann.

    Taillenband als Hingucker

    Doch auch ein ausgefallenes Dirndl kann schon ein Hingucker sein. Silke Bartholomä vom Modegeschäft „Kleiderfee“ verkauft außergewöhnliche Dirndl des Mode-Labels Blutsschwestern aus Stuttgart für Frauen, „die eigentlich nicht so der Dirndl-Typ sind“. (Preis: um die 120 Euro). Wer sich der Aufmerksamkeit sicher sein will, sollte sich das Taillenband „Aufge-brezelt“ (Scherer, 75 Euro) um- binden. Damit die Mühe, die in das Wies’n-Outfit investiert wurde, auf jeden Fall ausreichend honoriert wird.

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