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18. Juni 2010 06:00 Uhr

Die große Bühne ist heiß begehrt

CampusKunst wird immer beliebter - das zeigte sich bei der neunten Auflage der Veranstaltung für künstlerisch talentierte Studenten am Mittwochabend. Mehr als 300 Zuschauer waren in die Mensa der Hochschule gekommen, um sich von Musik, Tanz und Comedy der Nachwuchskünstler begeistern zu lassen, für viele der Gäste blieben nur noch Stehplätze übrig. Von Jasmin Off

Dimitri Teugueka ist ein perfekter Salsatänzer. Und: Er beherrscht den Tanz auch, wenn er zwei Tanzpartnerinnen hat. Foto: Alexander Kaya
Foto: Alexander Kaya

Auch auf der Bühne wurde es zeitweise eng, der Kameruner Dimitri Teugueka legte etwa einen Salsa mit zwei Frauen gleichzeitig aufs Parkett, Miriam Blum hatte ihre vierköpfige Band "Boy Miez Girl" im Schlepptau. Diese begeisterte mit selbst komponiertem Folkrock auf höchstem musikalischen Niveau und Performance-Einlagen, in denen die vier Musiker charmanten Humor bewiesen.

Auch die zweite Band des Abends "Aucune Idée", die mit Trompete und Akkordeon gekonnt musikalische Klassiker coverte, kam an. Für Begeisterungsstürme sorgte der 20-jährige CampusKunst-Neuling Florian Saur samt seiner Gitarre: "Wie der mit so viel Witz und Eigenironie gesungen hat, hat mir wirklich gut gefallen", lobte Zuschauerin Najda Liemer, "das hätte ich einem Elektrotechnikstudenten gar nicht zugetraut."

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Traditionell stand neben Tanz und Gesang auch Comedy auf dem Programm und so nahm Lehramtsstudent Boris Gruber gekonnt aktuelle Themen wie die Krise der Kirche oder den Ölskandal von BP auf die Schippe. Fritz Köcher gewährte Einblicke in sein noch unveröffentlichtes Tagebuch, in dem er auf humorvolle und sprachlich geschliffene Weise unter anderem der Frage nachgeht, ob das Wort Lebensgefahr von Lebensgefährtin komme.

Das Niveau steigt mit jeder Veranstaltung

Insgesamt fiel beim CampusKunstabend dieses Mal auf, dass das Niveau der Beiträge von Hochschul- und Universitätsstudenten immer weiter steigt. "Die Veranstaltung ist mittlerweile wirklich etabliert, es hat sich herumgesprochen, dass CampusKunst eine tolle Probeplattform für künstlerisch begabte Studenten ist", erzählte auch Michael Noghero vom Studentenwerk. Einige Studenten hätten nach dem Auftritt auf der Unibühne schon an Castingshows teilgenommen, eine Band ging bereits auf große Tour.

Das Interesse teilzunehmen sei mittlerweile so groß, dass man dieses Mal erstmals Teilnehmern absagen musste, um die Veranstaltung, die knapp vier Stunden dauerte, nicht zu sprengen. Die Vertrösteten können jetzt im Wintersemester ihr Können zeigen, womit also die nächste Ausgabe des Kleinkunstabends bereits gesichert ist.

Bei uns im Internet

Bilder von den talentierten Studenten gibt es online unter: augsburger-allgemeine.de/bilder.

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