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Augsburg: Ehemaliges KZ-Außenlager wird doch nicht Asyl-Unterkunft

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Ehemaliges KZ-Außenlager wird doch nicht Asyl-Unterkunft

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    Halle 116, Sheridan Park
    Halle 116, Sheridan Park

    Die Pläne für eine Asylbewerberunterkunft auf dem Sheridan-Areal sind vom Tisch. Wie die Stadt mitteilt, lehnt der Freistaat das ehemalige KZ-Außenlager als Unterbringungsmöglichkeit ab. Stadt und Stadtrat hatten sich dafür ausgeprochen.

    Rund 90 Asylbewerber hätten in dem Gebäude unterkommen sollen. Stadt und Stadtrat hatten beschlossen, die Halle trotz seiner schwierigen Geschichte anzubieten. Doch München zieht nicht mit. Die Stadt schreibt in einer Pressemitteilung: „Wir teilen die Auffassung des Freistaats zur Unterbringung von Asylbewerbern in Halle 116 nicht."

    Das Gebäude im Westen der Stadt diente in der Zeit des Nationalsozialismus nicht nur als Kaserne, sondern auch als Außenlager des Konzentrationslagers Dachau, in dem Zwangsarbeiter untergebracht waren. Nach dem Krieg nutzten es die Amerikaner als Fahrzeughalle und Bücherei. Gribl und Kiefer betonen, dass sie sich der "sensiblen Historie" bewusst waren. Sie verweisen darauf, dass die Halle zu einem "Lern- und Denkort Frieden" entwickelt werden soll. Die Nutzung als Asylunterkunft hätte aus ihrer Sicht aber dazu gepasst: "Gemeinsam mit den Fraktionen des Stadtrats und dem Sozialreferenten bin ich davon überzeugt, dass die Unterbringung von Asylbewerbern in der „Halle 116“ zunächst Menschen in akuter Not hilft. Es ist aber auch ein Ausdruck dafür, als Friedensstadt authentisch im Sinn eines Lern- und Denkorts zu handeln“, so Gribl.

    Beide Politiker sind stolz auf die "unaufgeregte aber konstruktive Art", wie in Augsburg über das Thema diskutiert worden sei. Sozialreferent Kiefer sagte: „Ich bin überzeugt, dass wir vor Ort eine gute Lösung gefunden hätten, aus dem „Denkort“ auch einen Ort des aktiven Wirkens im Sinne der Menschlichkeit zu entwickeln." (mb)

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