Das Aus für Max 11 dürfte OB Kurt Gribl und der Stadtregierung allen Beteuerungen zum Trotz so ungelegen nicht kommen. Erstmals wäre für Schwabens größtes Straßenfest wohl ein städtischer Zuschuss fällig geworden. Hätten die Veranstalter den Kostenrahmen überschritten, wovon angesichts verschärfter Sicherheitsauflagen auszugehen war, hätte die Stadt fast 100 000 Euro bereitgestellt. So viel Geld des Steuerzahlers für eine riesige Party auszugeben, wäre für die Stadtregierung zum politischen Problemfall geworden. Sie hätte die Wut der Verbände und Vereine auf sich gezogen, denen sie jüngst unter dem Spardiktat erst die Zuschüsse hat zusammenstreichen müssen.
So gesehen ist der Verdacht also nicht abwegig, dass die Stadt mit neuerlich erhöhten Sicherheitsauflagen den Veranstalter, die City-Initiative, indirekt zur Absage des Festes gezwungen haben könnte. Auch innerhalb der CIA selbst ist das Maxfest nicht unumstritten. Der Handel sieht, dass Max zwar das Geschäft der Wirte belebt. Und fragt sich: Was bringt es ihm, wenn das Partyvolk abends in der Maximilianstraße ausgelassen und fröhlich feiert?
So betrachtet, dürften auch bei der CIA einige Leute froh sein, dass das Geld nun in andere Projekte zur Belebung der Innenstadt fließen kann. Es sieht so aus, als habe sich der Veranstalter von Max bereits endgültig verabschiedet. Als Fazit bleibt: Das Ende des Festivals schadet dem Image der Stadt. Max hat zuletzt mehr als 165 000 Besucher angelockt, Max hat dazu beigetragen, Augsburg sympathisch zu machen. Nach dem Aus dürfen sich jene Max-Nörgler freuen, denen Populärkultur ein Gräuel ist. Mit Max hat die Stadt eine ihrer erfolgreichsten Veranstaltungen verloren. Das ist traurig.