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Unbekannte Gruppe verziert Dorfplatz: Ein Inder will mehr Grün, die Tussi ein Café

Unbekannte Gruppe verziert Dorfplatz

Ein Inder will mehr Grün, die Tussi ein Café

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    Es war in der ´Freinacht´ vom 30.4. auf 1.5.2012, als sich eine Institution namens ILF (e.K.) etwas originelles einfallen ließ, um auf die mangelnde Verwendung des Inninger Dorfplatzes hinzuweisen.
    Es war in der ´Freinacht´ vom 30.4. auf 1.5.2012, als sich eine Institution namens ILF (e.K.) etwas originelles einfallen ließ, um auf die mangelnde Verwendung des Inninger Dorfplatzes hinzuweisen. Foto: Gerhard Schäferling

    „Inder Rajesh Hangar Singh hätt’ am Dorfplatz gern mehr Grün.“ Dieser Spruch findet sich unter einer Figur aus Pappmaschee am Zaun zum Dorfplatz hängend. Sie ist eine von insgesamt neun Puppen, die seit der Freinacht den Dorfplatz mit einer Botschaft zieren.

    Unter anderem heißt es da: „Tussi Jacqueline-Chantal fände ein Café hier echt genial“ oder „Professor Schmid hat nachgedacht, was ein Dorfplatz ohne Maibaum macht?“ oder auch „Esmeralda kann die Wahrheit seh’n, nicht viel Leut’ zum Dorfplatz geh’n“. Die Botschaft ist jedes Mal dieselbe: Der Dorfplatz an der Bobinger Straße ist ein attraktiver Platz, aber er wird zu wenig genutzt.

    „Es war in der Freinacht vom 30. April auf den 1. Mai, als sich eine Gruppe namens ILF etwas Originelles einfallen ließ, um auf die mangelnde Verwendung des Inninger Dorfplatzes hinzuweisen“, erklärte Gerhard Schäferling vom Dorfplatz-Verein gegenüber AZ vor Ort.

    Neun kunstvolle Figuren empfinden den Platz als „tot“

    Mit insgesamt neun aufwendig gestalteten Charakteren in Form von Pappmaschee-Figuren seien Anregungen gegeben worden, wie der Dorfplatz besser genutzt werden könne, so Schäferling weiter. Mit so manchem Bekenntnis einer Papp-Figur sei das Bedauern ausgedrückt worden, „dass der Dorfplatz tot ist“, sagt Schäferling.

    So heißt es beispielsweise von Herrn Maier: „Herr Maier vom Haus Abraham schaut fragend sich die Treppen an.“ Einzig Schwester Josefa scheint sich über die Ruhe, die über dem Dorfplatz liegt, zu freuen. Unter der Nonne hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Schwester Josefa von Maria Stern betet am ruhigen Dorfplatz gern.“

    Ulf hingegen wird als Streber dargestellt. Er scheint den Dorfplatz beleben zu wollen, dort angekommen, erkennt aber auch er die Leere auf dem Platz: „Streber Ulf will unter d’Leut, was macht er da am Dorfplatz heut?“ Und „Fjodor findet in seiner Not den tollen Dorfplatz ziemlich tot“. Sogar eine Straffällige wird zitiert: „Frisch aus dem Knast aus ihrer Zelle zieht Mandy hier manch’ Parallele.“

    Nun fragt sich ganz Inningen, wer sich hinter dem Kürzel ILF verbirgt? Ist es am Ende der Dorfplatz-Verein selbst?!

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