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Ausstellung: Ein altes Tramdepot wird zur Auto-Ausstellung

Ausstellung

Ein altes Tramdepot wird zur Auto-Ausstellung

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    In einem alten Straßenbahndepot an der Wertachstraße ist ein neues Museum entstanden: das Mazda-Museum. Rund 50 Autos sind dort ausgestellt, ab diesem Wochenende kann jeder die aufwendig restaurierten Gefährte bestaunen.
    In einem alten Straßenbahndepot an der Wertachstraße ist ein neues Museum entstanden: das Mazda-Museum. Rund 50 Autos sind dort ausgestellt, ab diesem Wochenende kann jeder die aufwendig restaurierten Gefährte bestaunen. Foto: Silvio Wyszengrad

    „Wir sind bei der Geburt mit einem Virus infiziert worden, der auch ausgebrochen ist.“ So beschreibt Markus Frey sich und seinen Bruder Joachim. Dabei spricht er nicht etwa von einer schweren Krankheit, sondern von einer besonderen Leidenschaft: Zusammen mit Vater Walter Frey sammeln die Brüder Autos. Mazdas, genauer gesagt. 120 Wagen haben sie in ihrem Besitz und damit, so sagen sie, die größte ihnen bekannte private Sammlung der Welt. Die Modelle kommen aus verschiedenen Ländern und lagerten bisher dicht an dicht in Scheunen rund um Augsburg.

    Rund 50 Automobile

    Seit dieser Woche ist das anders: Rund 50 Autos, alle aufwendig von der Familie Frey restauriert, sind ab sofort im Mazda Classic Automobil Museum Frey in der Wertachstraße auch für die Öffentlichkeit zu sehen: im einzigen Mazda-Museum außerhalb Japans, das neben Klassikern wie dem MX-5 oder dem Cosmo auch echte Unikate zeigt und natürlich über den für Mazda typischen Wankelmotor berichtet. Die Idee dazu hatten Freys schon vor einigen Jahren. „Wir haben uns immer wieder überlegt, was wir mit den vielen Autos machen sollen und uns gedacht, dass es schön wäre, wenn sie auch andere zu sehen bekämen“, sagt Walter Frey. Dabei sei die Idee zum Museum entstanden. Ein Lebenstraum wie er heute sagt.

    Doch der Weg dorthin war steinig. 2011 bekamen Freys von der Stadt das alte Straßenbahndepot an der Wertachstraße als Örtlichkeit angeboten und waren begeistert. Das historische, teils einsturzgefährdete Gebäude wurde gekauft, für einen höheren Millionenbetrag kernsaniert und in einen 1500 Quadratmeter großen Museumbsau mit angeschlossenem Eventbereich (rund 700 Quadratmeter), einen Museumsshop und Platz für Gastronomie umgebaut. „Das war eine Herausforderung und ein Kraftakt“, erzählt Markus Frey. Viele Auflagen seitens des Denkmalschutzes und der Statiker seien zu beachten gewesen, hätten das Projekt immer wieder ins Stocken gebracht. Am schwierigsten seien jedoch die Anforderungen an den Brandschutz gewesen. „Wir hätten gerne schon letztes Jahr eröffnet. Aber diese Sache haben wir unterschätzt“, gibt Joachim Frey zu. Die letzte Genehmigung, die die Museumseröffnung am heutigen Samstag noch hätte verhindern können, ist am vergangenen Mittwoch um 17 Uhr eingegangen. „Wir sind einfach nur erleichtert und froh, dass letztlich alles noch geklappt hat und wir eröffnen können.“

    Eine hohe Strahlkraft

    Welche Strahlkraft das kleine aber feine Museum hat, wurde bei der Eröffnung mit 150 geladenen Gästen am Donnerstagabend deutlich: Rund 70 Teilnehmer waren da, darunter Journalisten verschiedener Auto- und Fachmagazine aus dem In- und Ausland. Auch der Vizepräsident der Mazda Cooperations Japan war gekommen. „Wir wissen, dass mit diesem Museum gezeigt wird, welche Geschichte hinter unserem außergewöhnlichen Auto steckt. Wir werden weitere faszinierende Wagen bauen und hoffen, dass sie einmal einen Platz in diesem Museum finden“, so Akira Marumoto. Auch Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel ist begeistert. „Dieses Museum ist eine fantastische Bereicherung für die Augsburger Museumslandschaft. Wir haben schon viele kulturhistorische Museen, die nun durch eines aus dem Bereich Technik ergänzt werden und das Industrie- und Automobilgeschichte perfekt verbindet.“

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