Verdienstkreuz für Benigna Schönhagen
Mit den Ursachen, der Entstehung und den Folgen des Nationalsozialismus beschäftigte sie sich seit ihren Studientagen. Am Freitag hat die Leiterin des Jüdischen Kulturmuseums, Benigna Schönhagen, in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Horst Seehofer das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. „Mit höchstem persönlichen Einsatz hat sie durch die Gestaltung und Profilierung des Jüdischen Kulturmuseums Augsburg-Schwaben einen weit über Bayern hinaus strahlenden Leuchtturm im Bildungs- und Kulturbereich geschaffen und das Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden und deren Integration stark beeinflusst“, sagte Seehofer.
Im Jahr 2001 übernahm Schönhagen die Leitung des Museums im Komplex der einzigartigen Jugendstilsynagoge. Das „verständnisvolle und gute Verhältnis“ der Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde zum Museum sei nicht zuletzt ihrem Engagement zuzurechnen. Schönhagen feiert heuer ihren 60. Geburtstag, sie hat zwei erwachsene Kinder. Als einer der Ersten gratulierte ihr Georg Haindl zu der Ehrung. (loi)
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