Feiner Sand wird auch heuer wieder über den Rathausplatz wehen. Es ist kein Sand, der im Eifer des Gefechts beim Beachvolleyball-Turnier durch die Luft gewirbelt wird. In diesem Jahr ist es höchstens Baumaterial. „Das Beachvolleyball-Turnier fällt aus“, sagt City-Manager Heinz Stinglwagner. Aufgrund der Bauarbeiten in der Innenstadt kann der Rathausplatz dafür nicht genutzt werden.
Ein anderer Platz komme für das Ereignis aber nicht infrage. Stinglwagner: „Ansonsten würde sich nur der Willy-Brandt-Platz für das Turnier anbieten. Doch der Platz ist abschüssig. Das geht dann natürlich auch nicht.“ Dass in der Zeit während der Bauarbeiten Feierlichkeiten in der Innenstadt eingeschränkt sind, war von vornherein klar. Es wird trotzdem gefeiert, nur eben anders.
- Das Public Viewing zur Fußballeuropameisterschaft ist somit auf dem Rathausplatz ebenfalls gestrichen, findet aber andernorts statt. Das Ereignis wird auf einer Großbildleinwand im Stadtmarkt übertragen. „Natürlich wäre der Rathausplatz meine erste Wahl. Aber das geht heuer nun einmal nicht“, so Stinglwagner. Das Public Viewing wird, wie in den vergangenen Jahren auch, von der City-Initiative Augsburg (CIA) veranstaltet. Stinglwagner rechnet damit, dass sechs bis sieben Spiele übertragen werden. 2000 Zuschauer werden bei der Übertragung auf dem Stadtmarkt Platz finden.
- Elias-Holl-Platz oder doch Annahof? Noch vor Tagen wusste Heinz Stinglwagner nicht, wo das Straßenkünstlerfest La Strada in diesem Jahr stattfindet, da beim Elias-Holl-Platz ebenfalls eine Baumaßnahme ansteht. Stinglwagner: „Diese wird aber erst nach dem Festival losgehen, deshalb können dieses Jahr bei La Strada die gewohnten Plätze bespielt werden.“ Der Anna-hof könne dann für das kommende Straßenkünstlerfest eine attraktive Ausweichstätte sein, so Stinglwagner. Aber auch hier spricht sich der CIA-Manager für den angestammten Platz aus. „Allein aus logistischen Gründen ist mir die Kombination aus Elias-Holl und Holbeinplatz am liebsten.“
- Gestrichen ist vorerst ersatzlos das Maxstraßen-Fest. „Das ist sicherlich bis 2014 kein Thema“, bestätigt Stinglwagner. Gestorben ist das Fest für ihn deshalb aber noch nicht. „Es gibt kaum ein erfolgreicheres Konzept. Ich möchte es nach den Umbaumaßnahmen sehr gerne wieder anstoßen“, sagt er. Wie das Konzept an die dann neu gestaltete Maxstraße angepasst werden könnte, steht noch in den Sternen. Das Max-Fest war im vergangenen Jahr aufgrund von Sicherheitsaspekten abgesagt worden.
- Das angedachte Innenhof-Festival werde ebenfalls derzeit nicht realisiert. „Momentan könnten die Besucher zwar in den Innenhöfen feiern, würden aber beim Hinausgehen wiederum nur vor der Baustelle stehen. Das bringt nichts“, sagt Stinglwagner.
- Das Jugendfestival Modular weicht in diesem Jahr auf die Kongresshalle samt Außengelände aus. Festivalleiter Stefan Sieber erhofft sich, dass durch die vielen Veranstaltungen auf engem Raum richtiges „Festivalfeeling“ aufkommen wird. „Wenn der neue Standort beim Publikum gut ankommt, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass Modular auch im kommenden Jahr dort stattfindet“, so Sieber. Schließlich wird auch 2013 der Rathausplatz als bespielbarer Ort fehlen. Grundsätzlich will City-Manager Heinz Stinglwagner aber genau diese Orte für Stadtfeste und Festivals nicht missen. „Denn dafür sind sie ja auch da. Schließlich leben wir in keinem Museum“, betont er.
- Einen ganz anderen Weg schlagen da die Veranstalter des Grenzenlos-Festivals ein. Uwe Schalowski und Jürgen Strehle wählten bewusst für die Neuauflage ihres Festivals das Gelände rund um das Gaswerk aus. Für eine bessere Erreichbarkeit soll in diesem Jahr ein Bus-Shuttle sorgen. Nachdem es keinen Hauptparkplatz am Festivalgelände gibt, können Besucher am Plärrer parken. Ein Bus bringt sie im Halbstundentakt zum Gaskessel.