Insgesamt kam das Fest bei den Besuchern prima an. Die Jugendlichen kamen bei der Band Killerpilze auf ihre Kosten und Debo und Mona von Sternblut brachten mit ihrer erfrischenden Art Farbe auf die Bühne. Am Abend rockte die Free Electric Band mit legendären und modernen Rockhymnen das Gelände. Am Ende krönte die Ü30-Party im Ofenhaus mit gut 400 Gästen das Festival. Aufgrund des Loveparade-Dramas wurden die Sicherheitsvorschriften verschärft: So mancher wunderte sich über das Großaufgebot von 24 Security-Leuten.
Was in Zukunft aus dem Gelände wird, hängt davon ab, wie gut es vermietet und verpachtet werden kann. Stadtwerkesprecher Jürgen Dillmann (den Stadtwerken gehört das gelände) erklärte, dass im Moment nicht in die Entwicklung investiert werde, da infrastrukturelle Themen wie Energie Vorrang haben: "Wir versuchen einigermaßen wirtschaftlich zu vermieten und hoffen auf dauerhafte Pächter. In das Gelände kann Gewerbe rein, die Möglichkeiten sind da."
Franz Herrmann ist mit seinem Sportgeschäft seit drei Jahren im Gaswerk und sehr zufrieden dort. Wolfgang Riß, der die Liegenschaften der Stadtwerke verwaltet, möchte durch Veranstaltungen wie das Familienfest einer breiten Öffentlichkeit die herrlichen Gebäude und deren vielfältige Nutzungsmöglichkeiten zeigen. Dabei arbeiten die Stadtwerke mit Ufuk Aykut (Eventart Media- und Messeservice) zusammen. Der ist vom Gaswerkgelände angetan: "Das Gelände ist spannend. Mit einer Fläche von 80 000 Quadratmetern ist es zwar sehr groß, aber dennoch in sich geschlossen und schön aufgeteilt. Die Räume bieten sich für Firmenveranstaltungen und private Feiern wie Hochzeiten an. Wir hatten hier schon mehrere Messen und heuer um die 60 Veranstaltungen." Oliver Frühschütz, Vereinsvorstand der Gaswerksfreunde, wünscht sich, dass die Gebäude Bürgern zugänglich bleiben, und könnte sich eine Kletterhalle im Gaskessel vorstellen: "In Schlieren (Zürich) gibt es in einem Gaswerk eine der größten Kletteranlagen der Welt."
Bilder vom Familienfest online
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