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19. Februar 2012 15:39 Uhr

Aktionstag

Gedenken zur Bombennacht

Es war eine der schlimmsten Nächte in der Geschichte der Stadt Augsburg: 730 Menschen starben, als die Allierten im Februar 1944 Augsburg angriffen. 4.400 Wohnhäuser wurden zerstört, über 85.000 Menschen waren am nächsten Tag ohne Bleibe.

Zur Erinnerung an diese schweren Stunden lädt die Stadt am Samstag, 25. Februar, zu einer öffentlichen Gedenkstunde in den Oberen Fletz des Rathauses ein. Beginn ist um 11 Uhr. OB Kurt Gribl wird eine Ansprache halten. Der Gedenkvortrag von Prof. Marita Krauss von der Universität Augsburg steht unter dem Motto „Von der Endzeitstimmung zum Neubeginn. Der Weg aus den Trümmern.“ Das Stadtarchiv wird Bilder aus der Zeit des Kriegs zeigen, Schüler des Gymnasiums bei St. Stephan gestalten die Veranstaltung musikalisch.

Bereits um 10 Uhr findet am Samstag in St. Moritz ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt.

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Auch der Altstadtverein beschäftigt sich in einer Veranstaltung mit der Bombennacht. Zeitzeugen werden am Sonntag, 26. Februar, berichten, wie sich Krieg und Zerstörung auf das Lechviertel auswirkten. Treffpunkt ist um 15 Uhr im Restaurant „Al Theatro“ (ehemals  Blaues  Krügle).

Der in den vergangenen Jahren stattfindende sogenannte „Gedenkmarsch“ von Neonazis wird heuer – wie im vergangenen Jahr auch – wohl nicht stattfinden. Bis jetzt ging bei der Stadt kein Antrag auf eine Demonstration ein. Etwa 100 Rechtsextreme unter Führung des NPD-Funktionärs Roland Wuttke waren in den vergangenen Jahren, begleitet von Protesten und einem massiven Polizeiaufgebot, durch die Innenstadt gezogen.

Unabhängig davon werden die Stadt und das „Bündnis für Menschenwürde“ am Samstag, 25. Februar, ihren Aktionstag „Vielfalt in der Friedensstadt“ auf dem Rathausplatz abhalten. „Wir dokumentieren damit, dass die Veranstaltungen der Vorjahre nicht nur Reaktion auf rechtsradikale Provokation, sondern permanenter Ausdruck gelebter Demokratie der Augsburger waren und sind“, so OB Gribl. Die Mordserie der „Zwickauer Zelle“ zeige, dass man sich mit rechtsextremistischem Gedankengut weiter auseinandersetzen müsse. Der Aktionstag soll von 12 bis 16 Uhr dauern.

Im Internet

Ein Programm des Aktionstages unter

www.augsburg.de/vielfalt

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