Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg
Icon Pfeil nach unten

Datenskandal in der Altenhilfe: Gewerkschaft warnt vor Hetzjagd

Datenskandal in der Altenhilfe

Gewerkschaft warnt vor Hetzjagd

  • |
  • |
  • |
    Verdi-Sekretär fordert im Datenskandal bei der Altenhilfe zur Suche nach Listenschreiber auf. dpa
    Verdi-Sekretär fordert im Datenskandal bei der Altenhilfe zur Suche nach Listenschreiber auf. dpa

    Der städtische Personalrat und die Gewerkschaft Verdi fordern, bei der Aufklärung der Datenschutzpanne im Altenhilfe-Betrieb die „wahren Schuldigen“ zu suchen und nicht mit der Frage, wer die Panne öffentlich machte, vom eigentlichen Thema abzulenken.

    Beschäftigte der städtischen Altenheime hatten im Laufwerk des Computersystems Bewertungslisten von Kollegen aus zwei Heimen entdeckt (AZ berichtete). Sie wandten sich daraufhin an den städtischen Datenschutzbeauftragten und den Personalrat. Bislang konnte offenbar nicht geklärt werden, wer die Listen veranlasst und wer sie verfasst hat und wie sie in das Laufwerk kamen, auf das auch Unbefugte Zugriff hatten. Ein Heimleiter hat sich AZ-Informationen zufolge umgehend von den Listen distanziert.

    Sozialreferent Max Weinkamm drängte nun auf rasche Aufklärung – auch darüber, wer die Daten an die Öffentlichkeit gab. Gewerkschaftssekretär Kai Winkler betont daraufhin: „Man sollte nicht die Schuldfrage verdrehen. Es geht nicht darum, wer einen Skandal öffentlich gemacht hat, sondern wer für ihn verantwortlich ist.“ Er warnt vor einer „Hetzjagd“.

    Der Personalratsvorsitzende Michael Egger sieht das ähnlich. Er pocht darauf, dass die Mitarbeitervertretung bei der Aufklärung der Vorgänge beteiligt ist. „Es darf nichts vertuscht werden und es darf nicht auf die lange Bank geschoben werden.“ Der nächste Gesprächstermin zu dem Thema ist ihm zufolge momentan für Mitte des Monats anberaumt. kru

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden