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Prozess in Augsburg: Helfer des Serieneinbrechers: Ex-Anwalt verurteilt

Prozess in Augsburg

Helfer des Serieneinbrechers: Ex-Anwalt verurteilt

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    Als Helfershelfer des sogenannten Dämmerungseinbrechers Pal B. standen ein Fußballmanager und ein ehemaliger Rechtsanwalt vor Gericht.
    Als Helfershelfer des sogenannten Dämmerungseinbrechers Pal B. standen ein Fußballmanager und ein ehemaliger Rechtsanwalt vor Gericht. Foto: Foto: Archiv

    Das Augsburger Amtsgericht verurteilte jetzt einen Fußballmanager (29) und einen ehemaligen Rechtsanwalt (51) wegen Geldwäsche, Begünstigung und Strafvereitelung zu Bewährungsstrafen von 17 beziehungsweise 21 Monaten. Beide hatten nach der Festnahme des Kosovaren Anfang Februar dessen Gepäck mit der Beute aus fünf Einbrüchen – Schmuck und Uhren – vor dem Zugriff der Ermittler versteckt.

    Schmuck und Uhren am Hauptbahnhof abgeholt

    Wie berichtet, hatte das Landgericht den 54-jährigen Haupttäter zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte im vergangenen Herbst und Winter eine Serie von Dutzenden von Wohnungseinbrüchen in der abendlichen Dämmerung verübt.

    Der jetzt angeklagte 29-jährige Landsmann (Verteidiger: Florian Engert) hatte im Prozess vor einem Schöffengericht unter Vorsitz von Thomas Müller-Froelich erklärt, er habe einen Tag nach der Festnahme einen Anruf von einem ihm unbekannten „Nico“ aus Hamburg erhalten, er solle am Hauptbahnhof Gepäckstücke von Pal B. abholen, was er auch getan habe. Koffer und Tasche habe er später dann dem Anwalt (Verteidiger: Gerhard Decker) übergeben.

    Der fand Schmuck und Uhren in dem Gepäck und deponierte sie in seiner Kanzlei, wo sie später von der Kripo beschlagnahmt wurden. Der Anwalt hat seine Zulassung inzwischen freiwillig zurückgegeben. Beide Angeklagten behaupteten, zunächst nicht gewusst zu haben, dass es sich um Diebesbeute handelt.

    In dem Prozess war auch Pal B. als Zeuge gehört worden. Er belastete den 29-Jährigen, der – was bislang nicht bekannt war – mit ihm in der Schweiz einen Tresordiebstahl verübt haben soll. Aufgrund seiner Aussage wird gegen den Fußballmanager weiter ermittelt, ebenso gegen den dritten Angeklagten, einen Kellner (Verteidiger: Rene Raschdorff). Dessen Verfahren stellte das Gericht im Hinblick darauf vorläufig ein. Das Gericht hob die Haftbefehle gegen die beiden Verurteilten, die sieben Monate in Untersuchungshaft gesessen hatten, auf. Der Fußballmanager konnte sich seiner Freiheit aber nur wenige Augenblicke erfreuen. Noch im Sitzungssaal erklärte ihm Staatsanwältin Reitlinger die neuerliche vorläufige Festnahme.

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