Oberbürgermeister Kurt Gribl hat am Montag die Pläne der Firma Heli Aviation, am Flughafen ein Wartungs- und Schulungszentrum für Hubschrauber zu errichten, verteidigt. „Das Vorhaben entspricht zu 100 Prozent den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen“, so Gribl (CSU). Im Umland hatte sich Ende vergangener Woche Unmut geregt, weil mehr Lärm befürchtet wird (wir berichteten).
Gribl geht davon aus, dass die Pläne von Heli Aviation durch den Planfeststellungsbeschluss, also der Genehmigung des Flughafens durch das staatliche Luftamt, gedeckt sind, „insbesondere, was die Emissionen angeht“. Aktuell ist der Fluglärm in der Tat geringer, als bei der Genehmigung 2002 prognostiziert. Dies liegt vor allem daran, dass weniger Flugzeuge starten und landen, als in der Prognose angenommen.
Allerdings wird das zuständige Luftamt Süd bei der Regierung von Oberbayern nochmal überprüfen, ob das Vorhaben in Ordnung geht. Nach den ablehnenden Stimmen aus dem Umland hat Gribl gestern den Bürgermeistern der Nachbargemeinden einen Brief geschickt, in dem sie über den Stand des Projekts informiert werden.
Im Sommer 2012 sollen die neuen Gebäude fertig sein
„Auch wenn die Nachbargemeinden formell an Baugenehmigungsverfahren nicht zu beteiligen sind, so geht es uns doch um eine intensive Information der betroffenen Nachbargemeinden und Anwohner“, so Oberbürgermeister Kurt Gribl. Er verweist darauf, dass die Pläne schon seit dem Umzug von Heli Aviation nach Augsburg im April grundsätzlich bekannt waren. Allerdings steht inzwischen ein konkreter Zeitplan fest.
Der Baubeginn für das Hubschrauber-Projekt soll voraussichtlich im Herbst sein. Wie berichtet, will das Unternehmen Heli Aviation im Sommer 2012 in mehreren neuen Gebäuden am Flughafen den erweiterten Betrieb mit dann 60 Beschäftigten aufnehmen.