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30. Juli 2010 19:20 Uhr

Kommentar von Jörg Heinzle

Ideologisch verblendet

Straften bleiben Straftaten, ganz gleich, ob sie einen politischen Hintergrund haben oder nicht. Wer in der eng bebauten Innenstadt Brände legt, der hat die Folgen seines Handelns nicht im Griff. Er riskiert, dass Menschen zu Schaden kommen. Die jungen Leute, die nach Ansicht der Kripo für die Serie von brennenden Mülltonnen verantwortlich sind, haben sich offensichtlich in ihrer Ideologie verrannt. Gewalt sei "ein notwendiges Mittel, um die aktuellen Zustände endgültig zu überwinden", schreiben sie im Internet. Es ist ein bedenklicher Satz. Toleranz, wie sie die linke Szene proklamiert, klingt anders. Dennoch: Es gibt keinen Anlass für Alarmstimmung. Linksextreme Straftaten spielen in Augsburg zum Glück keine große Rolle, ebenso wie die rechtsextreme Gewalt. Die Aktivisten auf beiden Seiten sind eher kleine, schlecht organisierte Häuflein. Die Polizei ist trotzdem gut beraten, wenn sie Entwicklungen ernst nimmt. In Hamburg und Berlin brennen Autos, in Augsburg zum Glück nicht.

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