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Hasenbräu: Kampf um Erhalt des Hasenbräu-Kamins

Hasenbräu

Kampf um Erhalt des Hasenbräu-Kamins

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    Untersuchung oder Abriss? Am Wochenende gingen Bauarbeiter am Hasenbräu-Kamin zu Werke.
    Untersuchung oder Abriss? Am Wochenende gingen Bauarbeiter am Hasenbräu-Kamin zu Werke. Foto: Foto: Wyszengrad

    Rätselraten um Kamin-Abbruch

    Bis zuletzt haben Augsburger Bürger und Denkmalschützer für den Erhalt des Hasenbräu-Kamins gekämpft. War ihr Einsatz für das Baudenkmal nahe der Maximilianstraße vergebens? Am Wochenende schien es so.

    Ein riesiger Kran war am Freitagabend auf das Hasenbräu-Areal gerollt. Am Samstag machten sich dann Bauarbeiter in luftiger Höhe am Kamin zu schaffen. Als sie am späten Nachmittag ihre Arbeit beendeten, war die Spitze bereits abgeschlagen.

    Stadtheimatpfleger Hubert Schulz, der immer wieder an den privaten Bauherren appelliert hatte, den Abriss des Kamins zu überdenken, wurde am Wochenende von Anliegern informiert. „Ich bin davon überrascht worden“, sagt er. Er habe die Nachricht mit „Bedauern zur Kenntnis genommen. Ich finde es schade, dass vor dem Abbruch nicht noch einmal ein Gespräch stattgefunden hat.“

    Der Schlot ist Teil des ehemaligen Hasenbräu-Areals. Das Unternehmen hat seine Produktion inzwischen in die Kälberhalle verlagert. Auf dem alten Gelände sollen Wohnungen entstehen. So wie es derzeit aussieht, soll nur die alte Mälzerei am alten Standort erhalten bleiben.

    Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hasen Immobilien AG, Eberhard Schaub, will dagegen vom Ende des Kamins nichts wissen. Zumindest noch nicht. Die Immobilienfirma kümmert sich um das Areal. Er erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es sich bei den Arbeiten am Kamin lediglich um eine Überprüfung und Sicherung der Bausubstanz handle.

    Steine waren vom Kamin herabgefallen

    „Die Fachleute untersuchen, was man mit dem Kamin machen kann“, sagt Schaub. Denn es seien Steine herabgefallen. Nun werde der Schlot „gesichert, damit nichts passieren kann“. Am heutigen Montag will er weitere Auskünfte zur Zukunft des Kamins geben. Ein Abriss sei möglich, ebenso aber auch eine Sanierung.

    Eine entsprechende Genehmigung der Stadt, den Kamin zu beseitigen, hätte man jedenfalls. Und in den Plänen des Investors, der das Gelände bebauen will, scheint das Baudenkmal auch keine Rolle zu spielen. Noch im Mai hatte Martin Leibhard, Generalbevollmächtigter der Inselkammer-Gruppe, die das Gelände vermarktet, bestätigt: „Der Schlot wird abgerissen.“ Entsprechend des Bebauungsplans solle über den derzeitigen Standort des Kamins ein Weg führen.

    Stadtheimatpfleger Hubert Schulz fürchtet, dass mit dem Schlot erneut ein „Stück Stadtgeschichte“ verschwinden würde. „Dieser Kamin erinnert an die Vergangenheit dieses Areals“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass man Geschichte mit moderner Bebauung hervorragend kombinieren könne, habe man im Textilviertel bewiesen. Der alte AKS-Kamin ist heute Teil eines Gebäudeensembles.

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