Die Verwaltung empfiehlt aufgrund der Vorgaben nur zwei Bewerber fürs gehobene Plärrerzelt, der Mehrheit der Stadträte ist dies egal: Sie entscheiden sich für den Augsburger Edmund Diebold, der die Kriterien im Vorfeld nicht erfüllt hat.
Ein Fall von Mauschelei? Der Verdacht steht angesichts der Vorgehensweise im Raum, muss jedoch nicht zutreffen. Die Umstände der Vergabe des Gourmet-Zeltes fördern aber gehörige Zweifel an der objektiven und unabhängigen Bewerberauswahl. In der Öffentlichkeit besteht hoher Erklärungsbedarf. Der Vergabe haftet ein „Gschmäckle“ an, das sich nur mit Offenheit aus der Welt schaffen lässt. Es liegt im Interesse der Stadt und des vom Stadtrat durchgedrückten Bewerbers, die Gründe für die umstrittene Entscheidung so transparent und plausibel zu machen, dass sie jedermann nachvollziehen und Günstlingswirtschaft ausgeschlossen werden kann.