Entlang der Berliner Allee steht die Sanierung von fünf ehemaligen Arbeiterhäusern an



Von Thomas Brütting
Unübersehbar für Passanten bahnt sich im Proviantbachquartier ein weiterer Abschnitt in der Sanierung der ehemaligen Arbeiterquartiere der Mechanischen Baumwollspinnerei (SWA) an. Fünf Wohnhäuser werden zurzeit als Vorbereitung für die Sanierung entkernt, der Baumbestand zwischen den Gebäuden und der Berliner Allee wurde gerodet.
Doch wo jetzt noch die Baumstümpfe aus dem Boden ragen, soll auch nach der Sanierung der Häuser wieder eine Grünanlage als Ort der Entspannung geschaffen werden. Die Pflanzung neuer Bäume ist ebenso geplant, wie die Anlage von Gärten für die Erdgeschosswohnungen. Gegen die vom Verkehr auf der Berliner Allee ausgehende Geräuschkulisse wird künftig ein Wall aus sogenannten Gabionen, mit Bruchsteinen gefüllte Kästen aus Drahtgeflecht, schützen. Aber die Gabionen werden nicht nur Lärm abhalten, sondern auch kleinen Wesen Wohn- und Lebensraum bieten. Die in den Lechheiden heimischen, unter Schutz stehende Zauneidechse soll zwischen den Steinen Schutz und Eiablageplätze finden.
Hinter dem Bauträger Aggregare GmbH, die bei ihren Baumaßnahmen im Proviantbachquartier Wohnraum ökologisch verantwortlich saniert und dabei auch an die Eidechsen denkt, steckt der auf Schloss Haldenwang bei Burgau residierende Freiherr Rudolf von Freyberg. Der hat es sich zum Ziel gesetzt, Immobilien ökologisch und baubiologisch verantwortungsvoll zu sanieren. Im Proviantbachquartier wird das Konzept erstmals in die Tat umgesetzt.
Insgesamt werden in den fünf jetzt zur Sanierung anstehenden Häusern 96 Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 50 und 105 Quadratmetern Größe entstehen. Alle Wohnungen werden laut Aggregare mit einem Eichenparkett-Boden ausgestattet, für die Autos der künftigen Bewohner wird zwischen den einzelnen Häusern eine Tiefgarage angelegt. Ein Highlight des Sanierungsgebiets dürfte jedoch der geplante Badestrand mit 500 bis 700 Quadratmeter Liegewiese am Proviantbach werden.
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