„Der Unfall ist für die Direktion und die Tierpfleger ein großer Schock“, sagt Zoochefin Barbara Jantschke. Am Dienstagmorgen war es nach anfänglichen kleineren Rangeleien zwischen den beiden Leoparden zu einer heftigen Attacke des Männchens gekommen, bei dem das Weibchen schwere Kopfwunden davontrug. Die Verletzungen waren so schwerwiegend, dass Leonie eingeschläfert werden musste.
Die beiden jungen persischen Leoparden aus Ostdeutschland und Frankreich waren erst im Februar im Zoo eingetroffen. Der Transport war so organisiert worden, dass sich die beiden Raubkatzen gleichzeitig eingewöhnen konnten. Das habe anfangs auch gut geklappt, sagt Jantschke. Leonie und Pierre hätten sich nach ersten Kontakten gut vertragen. Das Paar sollte eine Zucht begründen.
Nach dem Tod von Leonie ist es mit diesen Plänen erst einmal vorbei. Der Zoo will trotzdem nicht aufgeben. Einzelgänger wie Leoparden und Tiger zusammenzubringen sei immer schwierig, sagt Jantschke. 2004 sollte Tiger Jacques eine Gefährtin bekommen. Er biss das Weibchen im gemeinsamen Gehege ebenfalls tot. AZ