Ein Mathe-Seminar, freiwillig? – Niemals! Solche Reaktionen hörten die Teilnehmerinnen des Praxisseminars Mathematik am Maria-Ward-Gymnasium. Doch die Mädchen wollten Mathe verständlich machen, bauten eine Ausstellung auf und kamen zu dem Schluss: „Mathe macht glücklich!“ In der Schulbücherei sind jetzt spannende Modelle zu sehen – alle selbst gebaut: die Leonardo-Brücke, die ohne Seile, Klebstoff oder ähnliches stabil ist; das Galtonbrett, das Wahrscheinlichkeitsexperimente verdeutlicht; die Binäruhr, die die Uhrzeit mit Hilfe von LEDs in Zweierpotenzen anzeigt. Mit den meisten Stücken können die Besucher experimentieren, so dass Mathematik im Wortsinn „begreifbar“ wird.
In eine Riesenseifenblase kann man sich sogar selber hineinstellen. Sie verdeutlicht das Prinzip der Oberflächenminimierung. Alles klar? Wenn nicht: Wer mehr Erklärungen braucht, kann sie sich auf einem interaktiven Bildschirm holen.
Praxisseminare, P-Seminare genannt, wurden mit dem achtstufigen Gymnasium eingeführt, um Abiturienten selbstständiges, praxisorientiertes Arbeiten in Projekten nahezubringen. Sie dauern rund eineinhalb Jahre. Die Schülerinnen und ihr Lehrer Norbert Ruof hatten zum Auftakt, um Ideen zu sammeln, eine Exkursion zum Mathematikum in Gießen organisiert. Es ist das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt. Die Inspiration führte zum Erfolg: Es kommen sogar Gruppen anderer Schulen. (kru)
Termin Bis 10. Februar, Mo, Di, Do:
9 - 14:45 Uhr, Mi: 9 - 13:30 Uhr, Bibliothek des Maria-Ward-Gymnasiums (Frauentorstraße). Gruppen bitte anmelden. Führungen auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Anmeldungen und Fragen: www.mwg-augsburg.de.