Fortsetzung im seit Jahren dauernden Hickhack zwischen einigen Anwohnern der Maximilianstraße und der Stadt: Das Verwaltungsgericht hat jetzt die Position der Stadt gestützt, dass diese momentan genug tue, um den nächtlichen Partylärm in der Straße einzudämmen. „Wir sind mit dem Maßnahmenpaket auf dem richtigen Weg“, so Ordnungsreferent Volker Ullrich (CSU). Eine Sperrstunde, wie ein Teil der Anwohner sie fordert, ist damit in weite Ferne gerückt.
Im März 2012 hatten die Anwohner einen Punktsieg vor dem Verwaltungsgericht errungen, als das Gericht der Stadt aufgab, sich stärker um den Lärmschutz zu kümmern. Um eine Sperrstunde abzuwehren, beschloss die Stadt daraufhin ein Maßnahmenpaket, etwa mehr Ordnungskräfte und Gespräche mit den Wirten, der bisher bereits teilweise umgesetzt wurde. Der Klägergemeinschaft ging das aber nicht schnell genug: Sie versuchte im März die Stadt unter Druck zu setzen, indem sie vor dem Verwaltungsgericht eine Zwangsgeldandrohung über 10.000 Euro beantragte, sollte die Stadt jetzt nicht tätig werden.
Das Gericht hielt das Vorgehen der Stadt aber für angemessen. Es sei auch ausreichend, die Wirksamkeit der Maßnahmen nach der Umbauphase zu untersuchen. Voraussichtlich 2014/15 könnte die Straßenoberfläche samt Tramgleisen erneuert sein, nachdem aktuell die Gehwege verbreitert werden.
Laut Ullrich ist man bei der Umsetzung des Maßnahmenpakets inzwischen auf einem guten Weg. Seit es einen Nachtbus um 4 Uhr morgens gebe, würden Nachtschwärmer nicht mehr bis 5 Uhr ausharren müssen, um die ersten Straßenbahnen zu erwischen.
Bei den Clubs gebe es inzwischen unterschiedliche Öffnungszeiten. „Manche machen um 2 Uhr zu, die Letzten um 5 Uhr.“ Die Stadt hatte sich selbst auferlegt, Gastronomen zu bitten, um 4 statt um 5 Uhr Schluss zu machen. Zum 1. Mai sei der Ordnungsdienst um fünf Stellen aufgestockt worden, sodass es bald mehr Streifen gibt. Die Tempo-20-Beschilderung, so Ullrich, solle bald folgen.
Ausgestanden ist die Angelegenheit mit der Entscheidung aber nicht: Der Anwalt der Kläger war gestern nicht erreichbar, allerdings hatten die Anwohner schon vor zwei Monaten angekündigt, eine neue Klage auf den Weg bringen zu wollen, sollte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts nicht in ihrem Sinne ausfallen. Diesmal soll es gezielt um die Einführung einer Sperrzeit gehen.