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Augsburger Theater: Mehrheit des Stadtrats ist für den Container

Augsburger Theater

Mehrheit des Stadtrats ist für den Container

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    Im Hof hinter dem Theater soll der Container für die zweite Spielstätte errichtet werden – wenn er denn noch realisierbar ist. Die Theaterleute haben den Bau für November 2011 jedenfalls fest eingeplant.
    Im Hof hinter dem Theater soll der Container für die zweite Spielstätte errichtet werden – wenn er denn noch realisierbar ist. Die Theaterleute haben den Bau für November 2011 jedenfalls fest eingeplant. Foto: Foto: Silvio Wyszengrad

    Wenn es nach dem Zeitplan des Baureferats geht, wird die Interimsspielstätte fürs Theater („Container“) ab August gebaut, im Mai 2012 soll sie fertig sein. Mit 44 zu zwölf Stimmen segnete der Stadtrat am Donnerstag das Projekt ab, das nach einer gescheiterten Ausschreibung neu geplant werden musste. 5,3 Millionen Euro soll die Bühne, die bis zu 15 Jahre halten soll, kosten.

    Die Opposition sah aber Fragezeichen, nicht nur beim ehrgeizigen Zeitplan. Bezweifelt wird die Kostenkalkulation. „Das Gebäude ist größer als die Vorgängerlösung, soll aber billiger sein“, wunderte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Kiefer. Die Stadt geht davon aus, günstigere Preise zu erzielen, weil nun in kleineren Paketen ausgeschrieben werden soll. Zudem ist noch offen, ob in Holz, Stahl oder Stahlbeton gebaut wird.

    Bei der missglückten Ausschreibung gab es nur eine Firma, die für 5,9 Millionen Euro bauen wollte. Aus rechtlichen Gründen war die Ausschreibung nichtig. Laut SPD wurden dadurch mehrere hunderttausend Euro verschwendet. Bei den jetzt veranschlagten 5,3 Millionen Euro nicht eingerechnet ist, ebenso wie beim ersten Entwurf, die Innenausstattung. Daran, dass der Container eigentlich längst stehen sollte, erinnerten Grüne und Linke. Die Frage nach der politischen Verantwortung sei immer noch ungeklärt.

    Etliche Stadträte aus der Opposition, die die Pläne der Stadtregierung wortreich ablehnten, stimmten letztlich aber doch für den Container. „Man kann das Theater nicht hängen lassen. Es verzeichnet jetzt schon Zuschauer- und Einnahmenschwund“, so Karl-Heinz Schneider (SPD). CSU, Pro Augsburg (Ausnahme: Karl Heinz Englet) und die Linken stimmten geschlossen für den Container. Bei SPD, Grünen und Freien Wählern votierten die Räte unterschiedlich.

    1500 Quadratmeter soll die zweite Spielstätte neben dem Großen Haus haben. Dort ist Platz für kleinere Produktionen. Zudem wird sie benötigt, wenn es an die Generalsanierung des Stadttheaters geht. Dafür gibt es einen Masterplan, der aus Geldgründen aber keinesfalls vor 2014 angegangen werden kann.

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