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Migranten: Misstrauensantrag gegen Akcay

Migranten

Misstrauensantrag gegen Akcay

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    Der Integrationsbeirat der Stadt trifft sich am Montag zur Vollversammlung. Die Sitzung der 29 Mitglieder dürfte wenig harmonisch verlaufen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Misstrauensantrag gegen den Vorsitzenden des Gremiums Ahmet Akcay.

    Dieser war wegen eines Festaktes im Rathaus zum Anwerbeabkommen mit der Türkei in die Kritik geraten. Dort redeten drei türkische Parlamentarier von der Regierungspartei AKP in ihrer Landessprache. Zudem stießen einigen Anwesenden deren Aussagen über das Osmanische Reich auf. Unter Augsburger Türken entbrannte ein Streit. Einer, der in den vergangenen Wochen Akcays Rücktritt forderte, war Integrationsbeiratsmitglied Hüseyin Yalcin. „Zahlreiche Mitglieder der alevitischen wie auch der syrisch-orthodoxen Gemeinde sind ebenfalls sehr ungehalten über die Propaganda der Redner“, sagte er. Auch wirke Akcay nicht integrierend, sondern sei ein Lobbyist türkischer Interessen, lautet eine weitere Kritik.

    Dass die Situation angespannt ist, bestätigt auch der städtische Integrationsbeauftragte Robert Vogl. Deswegen verlangt er eine „klare und ehrliche Aussprache“. Ob er dem Misstrauensantrag Erfolgschancen einräumt, dazu will er sich nicht äußern, weil er sonst einer demokratischen Abstimmung vorgreife. Vogl glaubt aber, dass eine weitere Zusammenarbeit im Beirat möglich ist. Weniger optimistisch sind andere Teilnehmer der Vollversammlung: „Ich habe nicht das Gefühl, dass bei Herrn Akcay das Bewusstsein besteht, dass er konsensorientiert agieren sollte. Wie die Abstimmung ausgeht, ist egal, der Integrationsbeirat bleibt gespalten.“

    Akcay selbst hat ein „gutes Gefühl“ und sieht dem Votum „gelassen“ entgegen. Er habe in den vergangenen Tagen viele Gespräche „mit vernünftigen Personen“ geführt. Auch will er vermeiden, dass das Jahr 2011 nur mit dem Festakt in Verbindung gebracht wird. Schließlich sei unter anderem bei den Flüchtlingsunterkünften und dem Bayernkolleg gemeinsam gute Arbeit geleistet worden. (chmü)

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