Neue Reihe zeigt diese Woche im Liliom außergewöhnliche Frauenfußballfilme

Im Vorfeld zur Frauen-Fußball-WM starteten gestern unter dem Motto „City of Peace“ im Kino Liliom die „Frauen Fußball Filmtage“. Neben fünf Kurzfilmen werden im Laufe dieser Woche sieben Hauptfilme jeweils um 19 Uhr vorgeführt, die sich neben dem Thema Fußball vor allem um die soziale und friedensstiftende Komponente dieser Sportart drehen. „Der Einfluss, den Fußball international und durch alle Gesellschaftsschichten hindurch hat, ist unvergleichlich“, sagt Projektkuratorin Anne Langer. Vor allem in Deutschland unbekannte, aber international prämierte, junge Fußballfilme werden zu sehen sein.
Eröffnet wurde die Reihe, die nichts mit den gleichzeitig stattfindenden Filmtagen zu tun hat, mit „Die besten Frauen der Welt“, einem Film über die Deutsche Frauennationalmannschaft. Regisseurin Britta Becker, die durch Sönke Wortmann zu diesem Projekt angeregt wurde, hat die Mannschaft 2007 auf ihrem Weg zum Weltmeistertitel begleitet – von den Vorbereitungen im Trainingslager über die verschiedenen Austragungsorte in China bis zum Frankfurter Römer, dem Platz, auf dem der Weltmeistertitel gefeiert wurde.
Dabei sei die Umsetzung des Films oft eine Gratwanderung gewesen: „Die Frauen müssen einerseits ihren Job gut machen, andererseits wollte ich so nah wie möglich an den Spielerinnen dran sein“, erzählt Becker. Vor allem diese große Nähe zu den Spielerinnen sei das Besondere am Film, persönliche Geschichten und viele Dinge, die man sonst nie über den Frauenfußball erfährt, werden gezeigt. So verbrauchen die kickenden Damen Unmengen von Haarspray, um widerspenstige Haarsträhnen zu bändigen.
„Die besten Frauen der Welt“ ist ein mutmachender, kraftvoller und erheiternder Film. „Wir haben ihn für den Start der Filmtage ausgesucht, weil es um die Mannschaft geht, mit der wir uns bald während der Frauen-Fußball-WM identifizieren werden“, sagt Anne Langer.
Aber nicht nur um den deutschen Fußball wird es während der Filmtage gehen, auch unbekannte und ungewöhnliche Fußballtraditionen und -geschichten aus Ländern wie Nordkorea, Guatemala oder Peru spielen eine Rolle. Im Dokumentarfilm „Churubamba“ beispielsweise geht es um die Frauenfußballmannschaft eines kleinen peruanischen Bergdorfs, in der Verliererinnen ihren Gegnern Meerschweinchen überreichen. Die Filmreihe, die zum ersten Mal in Augsburg stattfindet, entstand zusammen mit dem Berliner Fußballfilmfestival „11 mm“. Seit acht Jahren besteht dieses Projekt bereits und hat in zahlreichen deutschen Städten und auf internationaler Ebene Partner. (olku)
Heute ist um 19 Uhr der Film „Hana, Dul, Sed...“ zu sehen.
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