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Musik aus Stein

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Musik aus Stein

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    Lackerschmid bringt darin den Stein im wahrsten Sinne des Wortes zum Klingen. Er komponierte das 20-minütige Werk für drei Instrumente aus Stein, die von dem Schweizer Instrumentenbauer Rudolf Fritsche stammen. Während Lackerschmid das Gramorimba schon lange in sein Instrumentarium aufgenommen hat, näherte sich Lackerschmid mit der Steinharfe und dem Steingong Neuland.

    "Drei Monate lang durfte ich die Instrumente bei mir zu Hause studieren", erzählt das musikalische Chamäleon. In dieser Zeit lotete er die Möglichkeiten der fremdartigen Klangkörper aus. Schließlich komponierte Lackerschmid das Werk, dessen Uraufführung im Römischen Museum von erstaunten Gesichtern begleitet wurde.

    Zarte und nuancenreiche Klänge

    Es ist kaum vorstellbar, zu welch zarten, nuancenreichen Klängen ein Stein - in entsprechende Form gebracht - fähig ist. Wo das Gramorimba (gespielt von Susan Aboulhana) mit seinen konventionell gestimmten Steinplatten noch am geläufigsten wirkt, mutet die Form des Steingongs (Tobias Niederreiner) wie ein überdimensionales Amulett an. Seine Tonfülle entwickelt der 1,50 Meter große Gong über den Einsatz verschiedener Schlegel und über die Kraft des Anschlags.

    Noch seltsamer indes erscheint die Steinharfe (Florian Reß), ein 80 Zentimeter hoher, geschliffener Steinklotz mit Einfräsungen, der sowohl mit nassen Händen gerieben als auch mit Schlegeln bespielt werden kann.

    Von überirdischer Sphäre scheinen die Klänge, die der ehemaligen Klosterkirche für 20 Minuten neues Leben einhauchen. Ein sinnliches Erlebnis, das auch den Teilnehmern der zweistündigen Stadtführungen als "Chill out" dienen solle, wie Götz Beck von der Regio Augsburg sagte.

    Weitere Aufführungen Bis 30. August jeweils Dienstag bis Sonntag um 16 Uhr im Römischen Museum

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