Der Augsburger Zoo eröffnet heute eine neue Anlage für heimische Amphibien.

Viele Menschen kennen Amphibien nur aus Büchern, Zeitschriften oder Tierfilmen. Begegnungen mit lebenden Tieren sind rein zufällig. „Meist werden die Tiere dann ohne weitere Differenzierung als Frosch bezeichnet“, sagt Umweltreferent Rainer Schaal. Der städtische Landschaftspflegeverband will Menschen die heimische Natur näher bringen. Zusammen mit dem Zoo Augsburg wird heute ein Gehege für heimische Amphibien eröffnet.
Zoobesucher haben nun die Möglichkeit, seltene Arten aus nächster Nähe zu beobachten. Laubfrösche, Gelbbauchunken und Kammmolche wurden in naturnah gestalteten Terrarien angesiedelt. Auf dem neuen Gelände befindet sich außerdem ein Tümpel, in dem weitere Arten wie Wasserfrösche, Grasfrösche oder Erdkröten leben.
Das Projekt setzt die Zusammenarbeit fort, die 2009 mit dem Bau eines Freilandgeheges für heimische Schlangen begonnen hat. Die Kreuzottern, Ringel- und Schlingnattern erwiesen sich bald als Publikumsmagnet. Das gab den Ausschlag dafür, auch den heimischen Amphibien einen Platz im Zoo zu geben. Die beiden Gehege befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Ihre Gestaltung orientiert sich an den natürlichen Lebensräumen vor den Toren Augsburgs.
„Uns ist es wichtig, Naturschutz auch außerhalb des Zoogeländes zu praktizieren“, sagt Zoodirektorin Barbara Jantschke. „Das Angebot des LPVA, im Augsburger Norden einen Tümpel als Hilfsmaßnahme für Laubfrosch & Co. zu bauen, haben wir deshalb gerne angenommen.“ Finanziert wurde der Tümpelbau aus einem zooeigenen Naturschutzfonds. Auch in Zukunft möchte sich der Zoo Augsburg mit Maßnahmen im lokalen Naturschutz engagieren. (AZ)
Eröffnung des Amphibiengeheges ist am heutigen Donnerstag um 10 Uhr. Kinder, die zwischen 11 und 15 Uhr das neue Gehege besuchen, können sich kostenlos als Frosch schminken lassen.
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