Seit 1999 betreiben Claus Wiedemann und Andreas Greif die Mahagoni Bar, 2006 ist der Klub von der Armenhausgasse an den Ulrichsplatz umgezogen. Jetzt ist den Chefs mit der Verpflichtung von Grandmaster Flash ein Coup gelungen. Dessen Single „The Adventures of Grandmaster Flash on the Wheels of Steel“ gilt heute als wegweisend. Wie verpflichtet man eine Hip-Hop-Legende und was braucht diese, um sich wohlzufühlen. Darüber sprachen wir mit Andreas Greif.
Grandmaster Flash legt am Freitag, 30. September, in der Mahagoni Bar auf. Wie kommt man zu so einem Namen?
Andreas Greif: Mir ist Grandmaster Flash schon seit meiner Jugend ein Begriff, auch seine Veröffentlichungen mit den „The Furious Five“ sind legendär, die auch heute noch Gültigkeit auf sämtlichen Partys dieser Welt haben. Nicht umsonst hat es der Hip-Hopper in die „Rock’n’ Roll Hall of Fame“ geschafft.
Haben Sie einfach die Plattenfirma oder die Agentur angerufen. Wie muss man sich die Kontaktaufnahme vorstellen?
Andreas Greif: Grandmaster wurde uns schon öfters angeboten, leider hat es terminlich nie gepasst.
Bei bekannten Amis im Musikgeschäft sind meist Anwälte mit der Gestaltung der Verträge beschäftigt. Wie war das bei Grandmaster Flash?
Andreas Greif: Der Kontakt kam über eine deutsche Bookingagentur zustande. Mit dieser haben wir auch den Vertrag geschlossen.
Ab wann legt der Hip-Hopper auf?
Andreas Greif: Türöffnung ist am Abend um 22 Uhr, unsere Residents gestalten den Warm-up-Part. Ich denke, er wird gegen 1 Uhr hinter den Turntables zu Werke sein.
Wie lange legt er denn auf?
Andreas Greif: Vertraglich geregelt ist ein 90-Minuten-Set. Meist le- gen die bekannteren Künstler, wenn die Stimmung und das „Drumherum“ gut passt, auch länger auf. Es kam schon vor, dass angesagte DJs den ganzen Abend, bis zu früher Stunde das Putzlicht anging, aufgelegt haben.
Mit wie vielen Helfern und Begleitern kommt er denn?
Andreas Greif: Anreisen wird Grandmaster Flash mit zwei Begleitern, hierfür wurden Flüge und Hotels reserviert.
Es gibt die Geschichte, dass er sich die Platten von einem Hiwi reichen lässt. Stimmt das?
Andreas Greif: Ich gehe davon aus, dass einer der Begleiter diesen Job übernehmen wird und ihm die Platten übergibt. Dies macht auch Sinn, da er ja mixtechnisch die Vinylplatte nur kurz anspielt und so neue Songs kreiert.
Reden wir über Geld. Wie hoch ist denn die Gage des Amerikaners?
Andreas Greif: Mit der Agentur wurde vereinbart, dass das Gagengeheimnis gewahrt bleibt. Wir müssen neben der Gage die Reisekosten aus den USA, Ausländersteuer und Unterkunft bezahlen.
Derartige Stars gelten als sehr anspruchsvoll und ausgesprochen anstrengend. Was muss alles bereitstehen, damit der Star sich wohlfühlt?
Andreas Greif: Ja – das stimmt, es muss bei der Unterkunft im besten Hotel der Stadt die Suite sein und zum Empfang muss eine Flasche bester Champagner bereitstehen, sonst kann die Stimmung beim Künstler schnell kippen. Wir stellen uns jeden- falls darauf ein, ihm ausgefallene Wünsche, die wir jetzt noch nicht kennen, zu erfüllen.
Gibt es noch Karten?
Andreas Greif: Das Feedback ist bereits überwältigend, wobei der Vorverkauf erst begonnen hat. Doch es gibt noch Karten im Vorverkauf. Auch für die Abendkasse werden wir ein Kontingent zurückhalten.
Was kosten diese und wo sind sie zu haben?
Andreas Greif: Der Preis im Vorverkauf beträgt 15 Euro. Die gibt es bei uns ausschließlich an der Garderobe (nicht im Büro) und bei Titus in der Wintergasse.