Kurzer Prozess ist anders: 24 Tage will das Landgericht gegen den Augsburger "Parkplatz-Sheriff" Arthur Schifferer verhandeln. Auch unter freiem Himmel.

Kurzer Prozess ist anders: 24 Tage will das Landgerichtgegen den Augsburger "Parkplatz-Sheriff" Arthur Schifferer verhandeln. Auch unter freiem Himmel.
Arthur Schifferer muss sich vor dem Augsburger Landgericht unter anderem wegen Erpressung, Nötigung und Beleidigung verantworten. Der Augsburger, der bundesweit als Parkplatz-Abmahner und Parkplatz-Wächter bekannt wurde, soll bei der Verfolgung von Falschparkern immer wieder übers Ziel hinaus geschossen sein.
Die Fälle, die jetzt ab 1. Februar vor dem Augsburger Landgericht verhandelt werden, spielen auf dem Parkplatz des Ärztehauses bei der City-Galerie, den Schifferer bis zu seiner Verhaftung Ende Oktober bewachte. Die Staatsanwaltschaft wirft Schifferer unter anderem vor, dass er auch Autofahrer abkassieren wollte, die noch nicht einmal aus ihrem Wagen ausgestiegen waren. Schifferer legte demnach sofort eine Parkkralle an und ließ die Autofahrer erst wieder weg, wenn sie 100 Euro oder mehr herausrückten. Und genau das sei als Erpressung zu werten - sagt die Staatsanwaltschaft.
Schifferer bestreitet die Vorwürfe - und sitzt trotzdem weiter in Untersuchungshaft. Seine Versuche, gegen Kaution auf freien Fuß zu kommen, scheiterten bislang.
Sieben Anklageschriften gegen Schifferer hat die 1. Strafkammer des Landgerichts für den Prozess zusammengefasst - fast schon ein Mammut-Verfahren. Denn um alle Betroffenen zu hören, wollen die Richter 24 Tage lang verhandeln. Auch unter freiem Himmel: Mitte Februar will sich das Gericht bei einem Ortstermin ein Bild von dem Parkplatz machen, auf dem Schifferer "für Ordnung sorgte".
Ein Urteil gegen den Augsburger Parkplatz-Sheriff soll voraussichtlich am 14. Juni fallen. bo
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