Gastwirte und ihre rauchenden Gäste ließen am Montagabend Dampf ab: Lautstark protestierten sie gegen das totale Rauchverbot in der Gastronomie. Von Michael Hörmann


Gastwirte und ihre rauchenden Gäste ließen gestern Abend Dampf ab: Lautstark protestierten sie gegen das totale Rauchverbot in der Gastronomie. "Rauchverbot ist Kneipentod", skandierten die Teilnehmer, die durch die Innenstadt zogen. Nach Polizeiangaben waren es mehr als 400 Teilnehmer.
"Raucher dürfen nicht weiter wie Hunde vor die Türe geschickt werden", sagte Organisator Heinrich Kohlhuber, Er kündigte weitere Protestaktionen in bayerischen Städten an. Sehr zufrieden mit der Resonanz war auch Christine Störcher von der Gaststätte "Alte Schmiede". Sie hatte die Demo mitorganisiert. Kein Raucher und kein Gastwirt wolle, dass wieder in allen Kneipen ohne Einschränkung geraucht werden dürfe, sagt sie. Da aber besonders die kleinen Eckkneipen unter der ausbleibenden Gästen zu leiden haben, müsste die jetzige Regelung nachgebessert werden: "Bei Einraumkneipen entscheidet der Betreiber und bei größeren Betrieben dürfen Räume für Raucher eingerichtet werden."
Unterstützung fand die Protestaktion der Wirte bei Günther Wiedemann. Der 65-Jährige bezeichnet sich selbst "als Genussraucher", der früher gerne im Lokal zur Zigarette gegriffen hat: "Mir ist Lebensqualität genommen worden." Er plädiert dafür, "wieder Raucherlokale zuzulassen". Das Ergebnis des Volksentscheids sei infrage zu stellen: "Jetzt verstecken sich alle hinter diesem Volksentscheid." Michael Hörmann
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