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04. Juni 2010 05:31 Uhr

Schilly Billy Superstar

Lechhausen Das Leben ist für den 14-jährigen Billy nicht so leicht: Seine Lehrer haben ihm das Handy abgenommen, er kann seinem Vater keine wichtige SMS mehr schrei-ben. Außerdem gehen ihm dau- ernd die Schiller-Verse der Ballade "Die Bürgschaft" durch den Kopf. So kommt er zu seinem Spitzna- men Schilly-Billy. Sein türkischer Freund Ömer untermalt die alten Reime mit Beatbox-Sequenzen, der russisch-deutsche Andrej malt seine typischen Kritzelbilder dazu - so nehmen die Drei dann am Superstar-Wettbewerb ihrer Schule teil. Von Angelika Lonnemann

Aus ihrem 2009 erschienenen Jugendroman "Schilly Billy Superstar" las die Autorin Heidemarie Brosche den Schülern aller vier sechsten Klassen in der Turnhalle der Goetheschule vor. Davor und nach der Lesung, die bei den Schülern gut ankam und durch viel Lachen kommentiert wurde, beantwortete Heidemarie Brosche, die auch als Hauptschullehrerin an der Schillerschule arbeitet, die Fragen der Schüler.

Die Schüler wollten etwa wissen, wie lange die Autorin an einer Geschichte schreibe, ob ihr das Schreiben Spaß mache oder ob sie ihre Texte überarbeitet. "Meine Freundin, die auch Bücher schreibt, liest meine Geschichten, bevor ich sie dem Verlag schicke. Ich fürchte mich immer vor ihrer Reaktion, denn manchmal schreibt sie mir an den Rand des Manuskriptes die vier schrecklichen Worte, die ihr sicher auch kennt: "Das kannst Du besser!"

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Fragestunde mit der Autorin

Brosche erzählt, wie sie den Titel für ihr Buch gefunden hat, dass nämlich die Schülerzeitung der Schillerschule "Schilly-Schote" heiße und dass der Schiller zitierende Junge ja dann Billy heißen könnte, damit es mit "Schilly" gut klinge.

"Dieses Buch war ein Experiment für mich, ich habe bisher nur für Kinder und für Erwachsene geschrieben. Ich wollte selbst wissen, ob ich auch unterhaltsam und witzig für Jugendliche wie euch schreiben kann", erzählte Heidemarie Brosche, die selbst drei Söhne hat.

Etliche Erlebnisse, die sie als Lehrerin während der vergangenen Jahre gemacht habe, seien in den Jugendroman eingeflossen, so etwa das Musizieren eines Schülers auf einem langen Kunststofflineal oder die Geräusche einer alten Durchsage-Sprechanlage, bei der man auch das Atmen der aufgeregten SMV-Sprecher hören könne.

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