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Uni Augsburg: Schöne neue Mensawelt

Uni Augsburg

Schöne neue Mensawelt

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    In der modernisierten Unimensa erledigen Handwerker gerade die letzten Arbeiten. Bald soll es dort wieder Essen geben. Das neue Konzept in Augsburg arbeitet mit zehn verschiedenen Pavillons, die unterschiedliche Speiseangebote machen.
    In der modernisierten Unimensa erledigen Handwerker gerade die letzten Arbeiten. Bald soll es dort wieder Essen geben. Das neue Konzept in Augsburg arbeitet mit zehn verschiedenen Pavillons, die unterschiedliche Speiseangebote machen. Foto: Foto: Annette Zoepf

    Seit fast zwei Jahren warten Studenten auf die modernisierte Mensa an der Universität. Am 19. März wird sie voraussichtlich eröffnen, und zwar mit einem völlig neuen Konzept bei der Essensausgabe und einem erweiterten Speisenangebot. Zehn Pavillons bieten dann eine breite Palette von Gerichten: von Asia über bayerisch-schwäbische Küche und Fleisch vom Grill bis hin zu mediterranen Speisen, Pizza, Pasta und vegetarischem Essen.

    Ein Hauptgedanke bei der Generalsanierung war, den unterschiedlichen Essensgewohnheiten und Geschmäckern von 17 500 Studenten entgegenzukommen. „Mit dem künftigen Angebot können wir gut auf die aktuellen Ernährungsgewohnheiten reagieren, die sich seit der Eröffnung der Mensa Anfang der 1980er stark verändert haben“, sagt Michael Noghero von der Pressestelle des Studentenwerks Augsburg, dem Betreiber der Mensa.

    Über das Pavillonkonzept will man eine große Vielfalt von Speisen anbieten und damit auch einen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung leisten. Laut Noghero können bis zu 18 verschiedene Gerichte täglich angeboten werden. Die Auswahl reicht vom kleinen Salat bis zum Menü. Durch moderne Küchentechnik sei eine vitaminschonende und fettreduzierte Zubereitung möglich. Auch trendiges „Front-Cooking“ ist geplant. Noghero: „Ein vergleichbares Konzept gibt es noch in keiner deutschen Hochschulmensa.“

    Ein Rundgang über die Baustelle zeigt: Der Umbau ist weitgehend fertig. Momentan läuft die TÜV-Abnahme. Und es ist abzusehen, dass es viele weitere Neuerungen geben wird. Das Staatliche Bauamt hat dafür gesorgt, dass die Unimensa nun optisch weiträumiger, hell und luftig ist. Auch die von Studenten oft beklagten langen Warteschlangen will man besser in den Griff bekommen. Hier einige Beispiele:

    Licht Ins Dach wurden 37 zusätzliche Lichtkuppeln eingebaut. „Man braucht untertags kein Kunstlicht in der Mensa mehr“, sagt Projektleiter Daniel Günther. Künftig wird die Beleuchtung auch nicht mehr blenden. Dafür sorgt ein spezielles System mit Reflektoren.

    Raum/Außenraum Bislang störten zwei Fluchttreppen mit Verglasungen (Spitzname: Aquarium) im Sitzbereich der Mensa. Die Verglasungen sind nun weg, der Raum wirkt durchgängiger. Auch die Terrasse wurde neu hergerichtet. Sie soll im Sommer bestuhlt werden, damit man auch im Freien essen kann.

    Luft Die Lüftung wurde so ausgelegt, dass 1000 Essen mehr gekocht werden können, also etwa 4500 Essen täglich. Damit gebe es eine Reserve, wenn die Studentenzahlen an der Uni in den kommenden Jahren weiter steigen, sagt Ulrich Blickle, Leiter des Staatlichen Bauamtes.

    Anstehen Durch die Essensausgabe an den zehn Pavillons soll es weniger Wartezeiten geben. Auch die Warteschlangen bei der Rückgabe des Geschirrs sollen durch nunmehr zwei Stationen kleiner werden. Das Geschirr wird per Förderband und Paternoster künftig direkt in die Spülküche transportiert.

    Bei der Modernisierung der Unimensa gab es Vorbilder. Blickle nennt Kantinenkonzepte von BMW. Insgesamt wird die Generalsanierung über 16 Millionen Euro kosten. Ob es durch Probleme auf der Baustelle zu Mehrkosten kommen wird, steht noch nicht fest. Unter anderem gab es einen Brand bei Arbeiten auf dem Dach. „Es läuft noch eine juristische Auseinandersetzung über die Schadensregulierung“, sagt Blickle.

    Fast zwei Jahre mussten sich Studenten mit einer eingeschränkten Verpflegung begnügen – deutlich länger als geplant. Nun ist man im Bauamt gespannt, wie die Reaktionen auf die neue Unimensa ausfallen werden. „Hoffentlich sagen sie, das Warten hat sich gelohnt“, so Blickle. Das Studentenwerk will am Anfang extra Testesser einsetzen, die das Angebot beurteilen. „Auch das Feedback unserer Gäste wird umgehend ausgewertet“, verspricht Michael Noghero.

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