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Staatsanwaltschaft Augsburg: Schrott-Mafia: Münchner Anwalt verhaftet

Staatsanwaltschaft Augsburg

Schrott-Mafia: Münchner Anwalt verhaftet

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    Prozess
    Prozess Foto: dpa

    Ein Münchner Strafverteidiger ist am Donnerstag auf Antrag der Augsburger Staatsanwaltschaft verhaftet worden. Der Jurist wurde am Vormittag in der Landeshauptstadt auf dem Weg ins Gericht festgenommen.

    Seine Verhaftung steht, wie Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai unserer Zeitung bestätigte, im Zusammenhang mit Ermittlungen, die seit Jahren gegen eine international operierende Schrott-Mafia laufen. Diese soll Millionen an Steuern hinterzogen haben.

    Gegen drei mutmaßliche Drahtzieher läuft gegenwärtig vor dem Augsburger Landgericht der Prozess. Der Münchner Anwalt ist der Verteidiger eines mutmaßlichen Bandenmitglieds, das schon seit Monaten in Untersuchungshaft sitzt.

    Der Strafverteidiger steht im Verdacht mehrerer schwerer Straftaten. Unter anderem soll er versucht haben Zeugen zu beeinflussen und für seine Auftraggeber Vermögenswerte dem Zugriff der Fahnder zu entziehen. Dazu zählt offenbar eine hochwertige Daimler-Benz-Limousine, die bereits beschlagnahmt war. Die Augsburger Strafverfolger werfen dem Juristen ferner vor, seinem Mandanten im Gefängnis häufig als Übermittler unzensierter Briefe gedient zu haben.

    Ebenfalls im Zusammenhang mit den Schwarzmarkt-Geschäften mit Schrott waren vor zwei Wochen zwei Frauen, eine 76-Jährige und ihre Enkelin verhaftet worden. Wie andere Bandenmitglieder, die im Januar bei einer bundesweiten Razzia verhaftet wurden, gehören die Frauen einer im Großraum Augsburg angesiedelten Sinti-Familie an.

    Von der Polizei abgehörte Telefonate lassen darauf schließen, dass die Frauen Hinweise geben können, wo Millionen an Bargeld versteckt worden sind. Auf der Suche nach den Millionen hatte die Polizei im Januar im Zuge der Großrazzia einige Wohnwagen von Bandenmitgliedern, die auf Campingplätzen abgestellt waren, nach Augsburg abschleppen lassen und durchsucht - jedoch ohne fündig zu werden. Von Peter Richter

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