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Sehnsuchtsvolles Warten

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Sehnsuchtsvolles Warten

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    Ein gemeinsames Adventskonzert gaben der Kirchenchor Hoffnung der evangelischen Gemeinde St. Matthäus und der Frauenchor Rapathika der Auferstehungsgemeinde aus Hochzoll-Süd. Über allem stand an diesem Abend die Zuversicht, dass Gott "nur aus Liebe" in der Heiligen Nacht Mensch wurde. Foto: Ruth Plössel
    Ein gemeinsames Adventskonzert gaben der Kirchenchor Hoffnung der evangelischen Gemeinde St. Matthäus und der Frauenchor Rapathika der Auferstehungsgemeinde aus Hochzoll-Süd. Über allem stand an diesem Abend die Zuversicht, dass Gott "nur aus Liebe" in der Heiligen Nacht Mensch wurde. Foto: Ruth Plössel Foto: Ruth Plössel

    Eine Kantate sei so etwas wie eine "gesungene Predigt", leitete Thomas Bovenschen, der Pfarrer von St. Matthäus, diese musikalische Stunde ein, in der auch das eine oder andere adventliche Lied aus dem Gesangbuch gemeinsam gesungen wurde. Die Lieder dieser Kantate von Siegfried Fietz, einem Vertreter des "Neuen Geistlichen Lieds", beschreiben den Weg des jüdischen Volkes, das "im Dunklen wandert" und sich nach dem Licht, dem Messias, sehnt. Dieser Weg führt mit Maria und Josef nach Bethlehem, zum Kind in der Krippe.

    Die Lieder selbst wurden jeweils durch Texte eingeleitet, die nicht nur diesen Weg beschrieben, sondern immer auch einen Bezug zum Heute herstellten. Etwa wenn der Sprecher meinte: "Wir hoffen auch heute, dem Gotteskind zu begegnen" oder "Das kennt jeder. Wir sind manchmal mutlos und wollen wie Maria und Josef von einem Engel begleitet werden."

    Mit Flöte, Klavier und Chorgesang

    Die Texte, aber auch die Melodien waren eingängig. Sie drangen leicht ins Ohr, bei manchen Zuhörern gewiss direkt ins Herz. Ein engagierter Chorgesang, Flöte und Klavier (Margaret Poeppel) genügten, der adventlichen Sehnsucht ihren Ausdruck zu geben. Die transportierte Botschaft war anrührend und klar, zuweilen jedoch recht auffällig einem glatten Reim geopfert: "Es brennen tausend Kerzen tief in unseren Herzen" - oder "die Zeiten sind traurig und dunkel - kein Sternengefunkel". So was muss man mögen.

    Wer's mochte, der konnte diese Stunde genießen. Der fand sich vielleicht in seiner Sehnsucht nach Freude wieder oder konnte sich trösten lassen vom verheißungsvollen "Fürchtet euch nicht". Wer sich auf diese Lieder einließ, konnte sich zusagen lassen, "dass ein Engel immer bei dir sein wird" oder dass er im "Hungernden" oder im "Flüchtling" dem Gotteskind begegnen könne. Und über allem stand die Zuversicht, dass die Heilige Nacht "zur Nacht unserer Hoffnung" wird, symbolisiert durch den "guten Stern", der über dem Stall von Bethlehem steht. "Warum wurde Gott Mensch?", hieß es am Schluss. "Nur aus Liebe", so die Antwort.

    Mit dem gemeinsamen Singen von "Tochter Zion" klang dieser Abend aus. (gek)

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