Betroffen sind bei den Stadtwerken rund 550 Mitarbeiter. Ursprünglich sollte die neue Kluft schon zum Start der Linie 6 am 12. Dezember präsentiert werden. Doch vielfach passte die Dienstkleidung nicht, gab es Probleme mit der Qualität. Die Fehlerquote lag bei 65 Prozent. Und das, obwohl eine Schneidermeisterin vor Ort alles vermessen hat.
Wie es zu der Kleider-Panne kam, konnte bislang nicht richtig geklärt werden. Möglich sei, dass es bei der Übertragung der Schnittmuster im Computer zu Fehlern kam. Den Stadtwerken sind bis auf den Zeitverlust aber keine Schäden entstanden, so Fergg.
Die neue Ausstattung soll möglichst bald ausgeliefert werden. Ein Termin wird nicht genannt. "Anfang des Jahres" hieß es bisher. Wichtig ist vor allem, dass mit "gebotener Sorgfalt" gearbeitet werde, so Fergg. Der Auftrag für die rund 550 Ausstattungen hat ein Volumen von 220 000 Euro.
Wie Fergg bestätigt, war die Firma Dinovo schon in den 90er Jahren Auftragnehmer der Stadtwerke. Sie lieferte neben anderen Firmen Röcke und Hosen. Nach Informationen des Betriebsrates habe es schon damals Probleme gegeben, was dazu führte, dass man die Firma "aussortierte".
Offiziell wird das von den Augsburger Stadtwerken nicht bestätigt: Man habe sich damals auf einen Anbieter konzentriert, heißt es. Im Übrigen habe es mittlerweile bei dem Unternehmen einen Eigentümerwechsel gegeben.