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Inningen: Unbekannte "Täter" der Freinacht-Aktion enttarnt

Inningen

Unbekannte "Täter" der Freinacht-Aktion enttarnt

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    Vor allem der Spaß habe beim Basteln der Pappmaschee-Figuren für den Dorfplatz im Vordergrund gestanden, sagen (von links) Birgit Kugelmann, Margit Hauck, Susi Kröber und Ruth Fendt, die sich die „Inninger Landfrauen (engster Kreis)“ nennen.
    Vor allem der Spaß habe beim Basteln der Pappmaschee-Figuren für den Dorfplatz im Vordergrund gestanden, sagen (von links) Birgit Kugelmann, Margit Hauck, Susi Kröber und Ruth Fendt, die sich die „Inninger Landfrauen (engster Kreis)“ nennen.

    Am Morgen nach der Freinacht hatten die vier Freundinnen neun Pappmaschee-Figuren mit individuellen Botschaften auf die Zäune am Dorfplatz aufgesteckt. Neben die fantasievollen Figuren hängten sie ein Plakat: „Unser Dorfplatz soll schöner und belebter werden.“ Die Forderung unterschrieben sie mit „die ILF (e. K.)“.

    Seitdem rätselten vor allem die Mitglieder des Vereins Inninger Dorfplatz unter Leitung von Thomas Hummel, wer sich hinter dem Kürzel verbirgt. Nun ist das Geheimnis gelüftet: ILF steht für Inninger Landfrauen, e. K. bedeutet engster Kreis. „Wir wollten unserem Freundeskreis, der aus zehn, elf Frauen besteht, einfach einen Namen geben, um nicht immer jede Einzelne nennen zu müssen, wenn wir uns verabreden wollten“, sagt Birgit Kugelmann. Bäuerin sei aber keine der Frauen, fügt Ruth Fendt mit einem Schmunzeln hinzu. „Den Namen haben wir uns aus Jux zugelegt.“ Den Dorfplatz habe es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gegeben.

    Als es ihn dann gab, schauten auch die Freundinnen „eher skeptisch“, was da an der Bobinger Straße entsteht. Die Zweifel wurden nicht kleiner, als „mal ein Jahr lang gar nichts passiert“ ist. Dann war der Dorfplatz fertiggestellt und offiziell eingeweiht. „Wir haben uns ein Bier geschnappt und uns auf den Platz gesetzt, um ihn zu beleben“, erzählt Fendt. Aber die Frauen hätten sich „komisch“ gefühlt, „so direkt an der Straße mit dem Bier hinter Gittern“.

    Sie fragten sich, sagen die Frauen, „welchem Zweck die handwerklich supertoll gemachten Zäune, der wunderschön gepflasterte Boden und der Brunnen dienen. Wir finden es toll, dass wir einen Brunnen haben, aber wer setzt sich denn davor?“

    Damit hätten sie keineswegs die Leistung des Dorfplatz-Vereins schmälern, niemanden provozieren oder gar kränken wollen. Selbstkritisch gestehen die Frauen zu, dass „der Verein nicht an den Inningern vorbei geplant“ habe. „Man hätte sich einbringen können, das haben wir nicht getan.“

    Dennoch fänden sie es schade, dass der Platz so wenig genutzt werde. Mit der Aktion in der Freinacht wollten Fendt, Kugelmann, Kröber und Hauck vielmehr „auf witzige und kreative Art“ auf das Problem aufmerksam machen.

    Ähnlich sieht das auch der Verein Inninger Dorfplatz, dessen Sprecher Gerhard Schäferling gegenüber unserer Zeitung sagte: „Das ist mal ein Freinacht-Scherz, der Sinn macht und sich gleichzeitig deutlich von den sonst üblichen, manchmal auch zerstörerischen Aktivitäten in dieser Nacht abhebt.“

    Ideen, wie man den Platz beleben könnte, haben die Freundinnen schon. „Ein Eiscafé etwa und mehr Grün würden die Aufenthaltsqualität deutlich steigern“, sind sie überzeugt, wissen aber auch, dass solche Wünsche schwer zu realisieren sind.

    Mit dem Verein Inninger Dorfplatz würden sie gern ins Gespräch kommen.

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