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Vampire und Freaks im Annahof

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Vampire und Freaks im Annahof

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    Mit Reverend Snake Oil Co. endete das Karman Festival.
    Mit Reverend Snake Oil Co. endete das Karman Festival. Foto: Zwang-Eriksson

    Der Karman Verein bürgt mit seinen Veranstaltungen für Qualität, sowohl bei den interkulturellen Einzelkonzerten als auch bei seinem kleinen Festival im Annahof. Die hochgesteckten Erwartungen wurden überboten. Drei hochkarätige Kapellen traten auf, um Musik jenseits gewohnter Hörerfahrungen zu präsentieren.

    Spektakulär in der Beherrschung der Instrumente zeigte sich der transilvanische Opener des Abends. Mit gestochen scharfen Bläsersätzen huldigte die 10-köpfige Balkan-Gypsy-Brass-Band „Fanfare Transilvania“ osteuropäischen Gassenhauern. Stücke wie „Mesecina“, „Kalasnjikov“ und „Ederlezi“, brachten die ersten Besucher zum Tanzen.

    Avantgarde und Intellekt vermischten sich kraftvoll

    Abstrus gab sich der zweite Act des Abends. Aus Genf, Lyon, Bradford und Brüssel stammen die sechs Mitglieder des Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp, die mit Violine und Marimbaphon der Klassik, mit Posaune und Kontrabass dem Jazz, mit Gitarre und Drums dem Post-Punk-Rock zugehörig waren, und diese theoretisch unmögliche Mixtur mit einer weiblichen Chansonette krönten. Tatsächlich harmonierte dieses Sammelsurium musikalischer Einzelteile wunderbar. Avantgarde und Intellekt paarten sich mit kraftvollen Grooves und irren Soli.

    Was die aus Kopenhagen stammende Reverend Shine Snake Oil Co. auf die Bühne brachte, war Voodoo feinster Art, eine musikalische Antwort auf Tom Waits. Mit einer hypnotischen, subkulturellen Messe endete das Karman Festival. Rau die Stimme des Frontmanns Claudius Pratt, die von Freud und Leid des modernen Lebens erzählte. Ein trefflicher Abschluss für einen vergnüglichen Abend, der fünf Stunden lang prächtig unterhielt.

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