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Augsburger Plärrer: Volksfestbesucher und wilde Wasser

Augsburger Plärrer

Volksfestbesucher und wilde Wasser

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    ...wird’s auf der Wildwasserbahn so richtig nass.
    ...wird’s auf der Wildwasserbahn so richtig nass. Foto: Fotos: Anne Wall

    Als würde man mitten in Amerika einen gefährlichen Wildbach hinabfahren. Im Baumstamm. Ohne zu wissen, wie das Ganze endet. So fühlen sich Plärrer-Besucher, die die Wildwasserbahn ausprobieren. Sie ist riesig, hat knapp 1500 Quadratmeter Fläche, die Kanäle sind über 400 Meter lang. An ihrem Fuß steht eine Indianer-Figur, die ganze Optik erinnert ein bisschen an den Wilden Westen. Die Fahrt geht auf und ab, an ihrem höchsten Punkt können die Fahrgäste aus 17 Metern einen kurzen Blick auf Schwabens größtes Volksfest erhaschen.

    „Rund 36 Stunden sind wir mit zwölf Mitarbeitern und Autokran beschäftigt, bis alles steht. Das machen wir zwölf Mal pro Jahr“, sagt Margret Heitmann, Chefin der Wildwasserbahn und Schaustellerin durch und durch: „Meine Familie ist in der fünften Generation in diesem Metier, die meines Mannes in der sechsten. Wir haben diesen Beruf und dieses Leben also mit der Muttermilch aufgesogen.“

    Und so sind auch ihre drei Kinder und einige der acht Enkelkinder der jung gebliebenen Oma als Schausteller quer durch Deutschland unterwegs. Die 60-jährige Chefin ist sichtbar stolz auf ihre Wildwasserbahn: „Wir haben uns wegen der Gestaltung der Anlage in der Familie lange Zeit den Kopf zerbrochen. Dann ist uns die Idee mit der Indianer-Optik gekommen. Fast vier Millionen Euro hat die ganze Anlage am Ende gekostet. Aber es ist alles auch wirklich sehr schön geworden“, findet sie.

    Dieser Meinung sind auch die Besucher des Augsburger Plärrers. Bunt gemischt ist das Publikum, das sich bei der rasanten Fahrt gerne auch nass spritzen lässt. Die Fotos, die an der steilsten Stelle der Bahn von den Fahrgästen geschossen werden, sind ebenfalls sehr beliebt.

    Auch das Thema Nachhaltigkeit und Ökologie spielt übrigens eine Rolle für die Betreiber der Anlage. So werden die rund 360 Kubikmeter Wasser, die von riesigen Pumpen an jede Stelle der Bahn gepumpt werden, rein biologisch und ohne Zusatz von chemischen Hilfsmitteln aufbereitet. Statt normaler Glühbirnen finden sich „Auf Manitus Spuren“ nur Energiesparlampen.

    Zufrieden ist Margret Heitmann auch mit dem bisherigen Zuspruch auf dem Herbstplärrer: „Der verregnete letzte Samstag war leider nichts, aber vor allem am Sonntag und auch am Familientag war dann einiges los. So kann es gerne weitergehen.“

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