Haunstetten Es ist schon ein paar Tage her, da wurden die Anwohner des Oberen Krautgartens und Umgebung unsanft aus dem Schlaf geweckt. Doch nicht das Wasser, das Wiesen, Gärten und Hütten von Kleingärtnern zuletzt überflutete, war Schuld, sondern das Feuer an einem Gartenhaus. Es war möglicherweise ausgebrochen, weil das Wasser vom Wasserkraftwerk am Lochbach einen Kurzschluss verursacht hatte. Die Kripo ermittelt derzeit noch. Von Ines Lehmann
Unklar ist auch noch, warum die Steuerung des Kraftwerks von Brigitte und Walter Settele versagt hat. Sie hätte verhindern sollen, dass zuviel Wasser in den Lochbach gepumpt wird. Ob Laub den Rechen verstopft hat oder zuviel Wasser vom weiter oben liegenden Kraftwerk gepumpt wurde, muss derzeit noch ermittelt werden.
Das Feuer einige Tage später in dem Gartenhaus konnte von der Feuerwehr relativ schnell gelöscht werden. Es sei aber, so Anwohnerin Karin Brandl, "nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Feuerwehr nicht so schnell da gewesen wäre. Diese Nacht bestätigte uns nochmals tragisch und erschreckend, wie wichtig es war, dass wir uns damals mit vereinten Kräften im bürokratischen Lampenstreit durchsetzen konnten."
Anfang letzten Jahres beschloss das Tiefbauamt, an dem nur zweieinhalb Meter breiten Weg Oberer Krautgarten eine Notbeleuchtung zu installieren, die Kabel dafür sollten noch dazu überirdisch verlaufen. Die Anwohner wehrten sich gegen "diesen Schnellschuss", so Karin Brandl - und hatten Erfolg. Nur so sei gewährleistet, dass im Katastrophenfall, wie er jetzt wieder passiert ist, keine Lichtmasten die Fahrbahn verengen.
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