Das Ziel ist ein freier Lech. Unter diesem Stichwort („Licca liber“) läuft deshalb auch der Bürgerbeteiligungsprozess des Freistaates zur Renaturierung des Flusses zwischen der Staustufe 23 und der Mündung. In den kommenden Wochen plant das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth eine Online-Befragung der Bevölkerung. Im Vorfeld startet nun die Lechallianz eine Informationskampagne, wie der Lech aus ihrer Sicht naturnaher gestaltet werden sollte. Das Motto: „Welchen Lech wollen Sie?“
Dass es im Vorfeld des Flussumbaus viele Ängste gibt, ist der Allianz aus Umweltverbänden und Vereinen klar. Gerade hat sich der Kissinger Bürgermeister Manfred Wolf zu Wort gemeldet. Er fürchtet um die Trinkwasserversorgung seiner Gemeinde, falls der Lech verbreitert wird und Deiche zurückverlegt werden sollten.
Solche Sorgen sind aus Sicht der Lechallianz nicht begründet. „Das wollen wir gerade nicht“, so Sprecher Günter Groß. Stattdessen soll es einen Flussumbau geben, der Mensch und Natur nutzt: Selten gewordene Fische wie der Huchen sollen überleben können. An dem renaturierten Fluss sollen sich bedrohte Pflanzenarten wieder ausbreiten können. Ein weiteres Ziel ist, die von Austrocknung bedrohten Lechauen wieder besser mit Wasser zu versorgen. Nicht zuletzt soll der Lech – ähnlich wie die renaturierte Wertach – zu einem Naherholungsgebiet für die Bevölkerung werden. (eva)
Infotermine in Augsburg: Samstag, 18. Januar, Bürgersaal Pfersee; Montag, 20. Januar, Pfarrsaal St. Pius Haunstetten; Dienstag 21. Januar, Gasthaus Grüner Kranz Lechhausen; Mittwoch, 22. Januar, Holzerbau Hochzoll; Dienstag, 28. Januar, Zeughaus Stadtmitte; Dienstag, 4. Februar, Gaststätte Festplatzwiese in Oberhausen; Mittwoch, 5. Februar, Gasthaus Hubertushof Firnhaberau; Termine im Umland: Freitag, 24. Januar, AWO Saal Kissing; Donnerstag, 30. Januar, Schlossmühle Mering; Freitag, 31. Januar; Gasthaus Krone Königsbrunn. Alle Informationsveranstaltungen der Lechallianz beginnen um 19 Uhr.