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Volksfest: Wilde Wendemanöver: Verbot für Taxis am Augsburger Plärrer

Volksfest

Wilde Wendemanöver: Verbot für Taxis am Augsburger Plärrer

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    Der Taxistand am Plärrer wurde in die Badstraße verlegt. Das erregt die Gemüter der Taxifahrer.
    Der Taxistand am Plärrer wurde in die Badstraße verlegt. Das erregt die Gemüter der Taxifahrer. Foto: Archiv

    Wenn der Plärrer am Wochenende um 23 Uhr schließt, geht die Jagd auf Taxen los: Besucher wollen ein Gefährt ergattern. Doch da, wo es in den vergangenen Jahren die Möglichkeit gab, sieht es seit dem vergangenen Herbstplärrer schlecht aus. Auf Betreiben der Polizei wurde der nächtliche Taxistand in der Langenmantelstraße aufgelöst. „Das war aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht mehr vertretbar“, so Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Die Taxi-Genossenschaft ist hingegen sauer.

    Taxis dürfen inzwischen nur noch in der Badstraße am anderen Ende des Plärrers stehen. „Aber der hauptsächlich benutzte Ein- und Ausgang ist die Langenmantelstraße“, so Heinrich Kantor, zweiter Vorsitzender der Taxi-Genossenschaft. Vor vier Jahren wurde dort deshalb ein Taxistand eingerichtet. Nebeneffekt: Betrunkene Plärrerbesucher verschwanden nach Festende schnell vom Festplatz.

    Der Haken: Trotz eines zeitweisen Tempo 30 waren auf der Langenmantelstraße Autofahrer oft mit Tempo 80 unterwegs, so Hartmann. Zudem seien manche Taxifahrer „unbelehrbar“ und vollführten wilde Wendemanöver, um an Fahrgäste zu kommen.

    Diesen Punkt bestreitet auch Kantor nicht. Es gebe „einige schwarze Schafe“. Allerdings hätte die Polizei diese schon in den vergangenen Jahren disziplinieren sollen. „Da hieß es aber, dass dies aus personellen Gründen nicht möglich sei. Jetzt stehen aber ständig sechs Polizisten herum, die kontrollieren, dass auch ja kein Taxi in der Langenmantelstraße anhält“, klagt Kantor.

    Fahrgast musste wieder aussteigen

    Die Polizei bestätigt die Kontrollen. In einem Fall wurde sogar ein Taxi samt Fahrgast wieder gestoppt, weil der Fahrer vorher eine halsbrecherische Wende gefahren sein soll. Der Fahrgast musste wieder aussteigen. „Das hatte aber nichts mit dem Passagier zu tun, sondern damit, dass der Fahrer diszipliniert werden sollte“, so Hartmann. Umweltreferent Rainer Schaal (CSU), der momentan das Ordnungsreferat mitverwaltet, ist über die Situation nicht glücklich. Die Sicherheitsbehörden wollen nun die Erfahrungen des Osterplärrers auswerten, bevor sie entscheiden, wie es weitergeht. (skro)

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