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    Die Kiss-Forever-Band sehen ihren Vorbildern täuschend ähnlich.
    Die Kiss-Forever-Band sehen ihren Vorbildern täuschend ähnlich. Foto: Foto: Zoepf

    Sie sind Legenden: Seit fast vierzig Jahren begleitet die Rockband „Kiss“ mit Glanz und Glamour, eingängigen Riffs und Melodien “ ihre Fans. Das Konzert der Kiss-Forever-Band im Spectrum hatte daher einen Hauch Klassentreffen-Atmosphäre: Die „Kiss-Army“ vor der Bühne, fast alle von ihnen in T-Shirts mit dem umstrittenen amerikanischen Logo, waren meist Fans der ersten und zweiten Stunde.

    Die Band aus Ungarn ist eine der besten Kiss-Tribute-Formationen derzeit. Bühnenshow, Instrumente (wie Simmons’ Axt-Bass), Aussehen, Kluft und Musik waren eine Meisterleistung, täuschend bis verblüffend originalgetreu. Selbst Ace Frehleys (Maróthy Zoltán) legendäres Gitarrensolo war haargenau zu hören, einen Hauch schneller als das Original, auch Paul Stanleys Rosentattoo und Brustbehaarung, Gene Simmons’ (Pocky) Feuerhauch fehlten nicht.

    Stanleys charakteristisch-blasiertes Timbre wurde von seinem stimmlich tiefer gelegenen Doppelgänger Váry Zoltán gekonnt imitiert. Nur in den Höhen, eine Spezialität Stanleys, offenbarte sich der Unterschied.

    Der Sound wirkte zwar etwas dumpf abgemischt, die Soloeinlagen zu wenig vordergründig. Das Publikum schwelgte aber trotzdem, kannte jede Nummer aus dem Effeff, sang und klatschte kräftig mit. Gespielt wurden Hits vornehmlich der 1970er und 1980er Jahre wie „Iwas made for loving you“, „Love gun“, „Crazy nights“, „Lick it up“ und „Catman“ sowie die Ballade „Beth“ zum vorläufigen Abschied. Dann ließ sich der Fledermausmann mit der Schlangenzunge nach dem zweistündigen Auftritt ohne Pause nochmals auf die Bühne locken – schon mit einem Handtuch über den Schultern.

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