Max 10, Schwabens größtes Straßenfest, hat alle Rekorde gebrochen. 165 000 Menschen strömten von Donnerstag bis Samstagabend in die Augsburger Innenstadt.
Der größte Andrang konzentrierte sich allerdings auf den gestrigen Samstag, wo rund 85 000 Besucher ein friedliches Fest feierten.
Obwohl so viele Menschen ausgelassen und zu fortgeschrittener Stunde vor allem auch feucht fröhlich feierten, kam es zu keinen körperlichen Auseinandersetzungen. "Es war eine wunderbar entspannte Atmosphäre", bestätigte Manuel Holder, Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes, Kreisverband Augsburg-Stadt.
Langweilig wurde es den Sanitätsdiensten dennoch nicht. Holder verzeichnete zwar insgesamt rund ein Drittel Einsätze weniger als im vergangenen Jahr, dafür waren die Erkrankungen weit ernst zunehmender. 14 Patienten mussten mit lebensgefährlichen beziehungsweise überwachungspflichtigen Krankheiten in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.
Die Ursachen: Kreislaufbeschwerden, Herzprobleme. "Der enorme Wetterumschwung hat den Menschen offensichtlich sehr zu schaffen gemacht. Es ist innerhalb von wenigen Tagen sehr warm geworden und dann auch noch schwül", so Holder.
Vergleichsweise viele Jugendliche erlitten eine Alkoholvergiftung. Holder: "Das stimmt mich nachdenklich. Wir hatten etwa sieben Jugendliche zwischen 14 bis 17 Jahren, die behandelt werden mussten." Wo sie den Alkohol bekommen hätten, sei im Nachhinein schwer nachvollziehbar.
Alle Gastronomen würden mehrmals darauf hingewiesen, dass sie nicht an Personen unter 18 Jahren ausschenken dürften, betonte auch CIA-Chef Heinz Stinglwagner. "Außerdem macht das Jugendamt Kontrollen. Aber sobald ein Volljähriger einen Minderjährigem etwas kauf, hat man darauf keinen Einfluss mehr. Da kann man nur auf die Vernunft appellieren." Stinglwagner war sehr zufrieden mit dem Verlauf von Max 10. "Es war wirklich ein Fest für die Familie. Schön, dass alles so gut geklappt hat", sagte er. Von Miriam Zißler